Rhodeplatz: Erweiterungsplanung
Im Prinzip ja, aber . . .

Nottuln -

Die Erweiterung des Einkaufszentrums am Rhodeplatz und die Verlagerung des Busbahnhofs bleiben ein Thema. Die Politik hat noch etliche Fragen.

Donnerstag, 26.01.2017, 20:01 Uhr

Die Erweiterung des Edeka-Marktes macht auch eine Neugestaltung des Busbahnhofs am Rhodeplatz notwendig. Wie die aussehen soll, ist zunächst nur im Groben klar..
Die Erweiterung des Edeka-Marktes macht auch eine Neugestaltung des Busbahnhofs am Rhodeplatz notwendig. Wie die aussehen soll, ist zunächst nur im Groben klar.. Foto: Frank Vogel

Für die Erweiterung des Einkaufszen­trums am Franz-Rhode-Platz und die damit einhergehende Verlagerung des Busbahnhofes zeichnet sich nun eine Lösung ab, die in der Politik offensichtlich mehrheitsfähig ist. Eine am Mittwochabend im Ausschuss für Gemeindeentwicklung vorgestellte Machbarkeitsstudie wurde grundsätzlich als „ein Schritt in die richtige Richtung“, als „wesentliche Verbesserung“ im Vergleich zu den bisherigen Planungen gewertet. Bei sechs Nein-Stimmen nahm der Ausschuss die Studie positiv zur Kenntnis und gab damit das Signal an Investor und Gemeindeverwaltung, die Planung weiter zu verfolgen. Ein Freibrief ist damit allerdings nicht verbunden, denn in der Diskussion ergaben sich eine ganze Reihe von offenen Fragen und Problemfeldern, die jetzt abgearbeitet werden müssen.

Wie berichtet, geht es darum, die Handelsflächen am Franz-Rhode-Platz vor allem zugunsten des Drogeriemarktes Rossmann zu erweitern. Dazu soll das Edeka-Gebäude durch einen Anbau vergrößert werden, in den dann Rossmann einzieht. Um Platz für diesen Anbau zu schaffen, sollte nach der alten Planung der Busbahnhof in den Rhodepark rücken, vom Park bliebe nur noch ein kleiner Teil übrig. Das lehnte die Politik ab, weshalb am Mittwoch Dipl.-Ing. Michael Frehn vom Büro Planersocietät ein neues Konzept vorstellte, in dessen Mittelpunkt der Busbahnhof steht.

So soll der Busbahnhof teilweise auf die Daruper Straße verlegt werden. Hier wäre Platz für zwei Busse, ein dritter Haltepunkt verbliebe am Rande des Parks. Der Großteil der Park&Ride­Plätze werden an der Stelle des heutigen Walls angelegt.

Der Planer geht davon aus, dass nach Fertigstellung der Ortsumgehung die Daruper Straße zurückgebaut werden kann. Er sprach von einer Reduzierung des Kfz-Verkehrs um 10.000 Fahrzeuge auf dann 4000. An der Stelle der bisherigen Ampelanlagen sind zwei kleine Kreisverkehre vorgesehen. Insgesamt wird die Daruper Straße schmaler, damit gewinnt man Platz für die Busspuren.

Selbst wenn die Verkehrsentlastung geringer ausfalle und beispielsweise dort noch 8000 Fahrzeuge fahren würden, funktioniere dieses Konzept, erklärte Frehn auf kritische Nachfrage der UBG.

In der Diskussion machte die Politik deutlich, wo sie noch großen Klärungsbedarf sieht. Für die Anlieger der Daruper Straße dürfe sich die Situation keinesfalls verschlechtern. Ungeklärt sei, wie die Einbeziehung und Aufwertung des Rhodeparks erfolgen solle. Kritisch sehen Teile der Politik die nach wie vor mögliche Umfahrung des Edeka-Gebäudes durch Lkw und Busse. An dieser Umfahrung möchte die RVM aber unbedingt festhalten, informierte der Planer.

Aus Sicht der Politik muss das Konzept auch eine Optimierung des Fußweges entlang des Nonnenbachs von der Heriburgstraße zum Rhodepark beinhalten. Hier müsse insbesondere für die Bewohner des Hauses Margarete eine gute Anbindung geschaffen werden.

Und schließlich: Wer bezahlt das alles? Fachbereichsleiter Karsten Fuchte versicherte, dass der Investor als Verursacher der Planung an den Kosten zu beteiligen sei. In welchem Umfang, müsse verhandelt werden.

Für die Planer gibt es jetzt noch eine Menge zu tun, bis sie einen verfeinerten Entwurf der Politik vorlegen können.

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