Sebastianschule
Vielsprachige Schüler

Darup -

Plattdeutsch, Englisch, Niederländisch, Hochdeutsch – die Kinder der Sebastian-Grundschule Darup sind sprachlich fit. Gemeinsam mit Ulla Wolanewitz und Susanna Wüstneck drehten sie für die Europawoche einen Film.

Samstag, 29.04.2017, 08:04 Uhr

Die Nachwuchstalente der Sebastianschule Darup: Zusammen mit Ulla Wolanewitz und Susanna Wüstneck drehten die acht Schülerinnen und Schüler den Film „Haör äs gued to – Wi sint Europa“ zur Europawoche 2017 im Alten Hof Schoppmann.
Die Nachwuchstalente der Sebastianschule Darup: Zusammen mit Ulla Wolanewitz und Susanna Wüstneck drehten die acht Schülerinnen und Schüler den Film „Haör äs gued to – Wi sint Europa“ zur Europawoche 2017 im Alten Hof Schoppmann. Foto: Ulla Wolanewitz

Aller Anfang muss nicht zwangsläufig schwer sein. Acht Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Sebastianschule in Darup machten die Erfahrung, dass es auch sehr wohl anders sein kann. Das Team hatte sich von Ulla Wolanewitz und ihrer Idee, einen Film zur Europawoche 2017 zu drehen, infizieren lassen.

Die Nottulnerin ließ sich ein lustiges Szenenspiel in vier Sprachen einfallen. Und siehe da: „Die Kids waren von Anfang an Feuer und Flamme. So hoch motiviert, dass sie aus Begeisterung ihre Text sogar auch zu Hause geübt haben“, erklärt die Journalistin. So durften sich die Nachwuchstalente für „Haör äs gued to – Wi sint Europa !“ plattdeutsch, hochdeutsch, englisch und niederländisch „draufschaffen“. Was ihnen mehr Spaß als Probleme bereitete, wie das Ergebnis beweist.

Da das Zeitfenster recht klein war, opferten die Darsteller auch bereitwillig zwei Ferientage. Als Drehort konnte das Café im Alten Hof Schoppmann genutzt werden. Mit an den Start ging Susanna Wüstneck , Dokumentarfilmerin und Kamerafrau aus Billerbeck, weil „wir ein gutes Team sind und sehr konstruktiv zusammenarbeiten“, so die Drehbuchautorin.

Zum Inhalt: Vier feine Damen, die plattdeutsch, hochdeutsch, englisch und niederländisch sprechen, möchten in einem Café entspannt Kaffee und Kuchen genießen. Der vielsprachige schelmische Kellner gibt vor, die Ladies nicht zu verstehen und macht sich einen Spaß daraus, „de aollen Gawwel­tangen“ alles Mögliche zu servieren. Logisch gibt´s ein Happy End. Das Fazit: „Et häff´ wat duert. Aower an´t End häbbt wi us all vöstaohn!“ Denn: Wir sprechen doch alle irgendwie die gleiche Sprache, auch wenn wir unterschiedliche Worte benutzen.

Großes Lob ernteten die Nachwuchstalente vom Aufnahme-Duo: „Das war schon eine prima Leistung. Denn es war viel Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert“, so Susanna Wüstneck. „Aber die haben das brillant gemeistert.“ Als kleines Dankeschön gab´s abschließend ein Mittagessen am Drehort. Dass die Crew sich keineswegs überfordert gefühlt hat, bewies sie mit der Antwort auf die Frage: Wer will beim nächsten Mal wieder dabei sein? Denn die lautete unisono: „Ich!“.

Realisiert werden konnte der zehnminütige Kurzfilm durch die finanzielle Unterstützung vom Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei. Zu sehen ist der Film am Samstag (6. Mai) zweimal: um 14 und um 15 Uhr in der Aschebergschen Kurie. Der Eintritt ist kostenfrei.

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