Ehrenamt Schülerhilfe
Schüler helfen Schülern

Nottuln -

Sie sind selbst noch Schüler. Und helfen anderen Schülern. Leon Knepper und Catarina Markus engagieren sich in der evangelischen Schülerhilfe.

Sonntag, 07.05.2017, 17:05 Uhr

Muntere Truppe im Johanneshaus: Catarina Markus (2.v.l.) und Leon Knepper (3.v.l.) spielen mit den Kindern, nachdem sie diese bei den Hausaufgaben betreut haben.
Muntere Truppe im Johanneshaus: Catarina Markus (2.v.l.) und Leon Knepper (3.v.l.) spielen mit den Kindern, nachdem sie diese bei den Hausaufgaben betreut haben. Foto: Iris Bergmann

Leon , wir wollen Memory spielen!“ Ungeduldig rutschen die beiden Kinder auf den Stühlen rum. „ Catarina , guck mal, ist das richtig?“, fragt ein weiteres Kind. Die beiden begehrten Personen sind Leon Knepper und Catarina Markus, zwei Nottulner Gymnasiasten. Seit etwa eineinhalb Jahren unterstützen und verstärken sie die Hausaufgabenhilfe der evangelischen Friedens-Kirchengemeinde Nottuln .

Leon Knepper engagiert sich gern. Der 18-Jährige hat auch beim Schulsanitätsdienst des Gymnasiums mitgemacht. Auf die Idee, jüngere Schüler und Flüchtlingskinder bei den Hausaufgaben zu unterstützen, brachte ihn eine Freundin. Leon wandte sich an Lehrer Wilm Schmitz, und der wiederum verwies ihn an die Hausaufgabenbetreuung.

Und so kam Leon im September 2015 zum ersten Mal ins Johanneshaus. Es gefiel ihm auf Anhieb. „Klar, dass ich am Anfang ab und an Probleme hatte, mich durchzusetzen,“ schmunzelt der Abiturient. Schließlich sei er ja bestenfalls zehn Jahre älter als seine Schützlinge. Aber das habe sich schnell gegeben. Inzwischen sehen die Kinder ihn als Freund und respektieren ihn.

Catarina Markus kam durch Leon Knepper zur Hausaufgabenbetreuung. Auch sie hat Spaß daran, mit Kindern zu arbeiten. „Es sind ja nur eineinhalb Stunden die Woche“, so die 17-jährige Gymnasiastin, die jetzt auch ihr Abitur macht. Diese Zeit erübrigt sie gern. Vorbereiten brauchen die beiden nichts, denn: „Wir wissen ja nicht, was die Kinder an Hausaufgaben mitbringen oder extra üben müssen“, erklärt sie. So gehen beide flexibel auf die Bedürfnisse ihrer Schützlinge ein.

Wenn genug gelernt wurde, dann ist auch immer noch Zeit für Spiele. Und das ist das Stichwort: „Catarina und Leon, wir wollten doch noch Memory spielen.“ Und so wenden sie sich schnell den wartenden Kindern zu.

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