Volksbank Nottuln
Gut gerüstet in die Fusion

Nottuln -

Die Fusion mit der Volksbank Lette-Darup-Rorup steht kurz bevor. Dass dies aus einer Position der Stärke passiert, beweist die Volksbank Nottuln mit ihrer Jahresbilanz.

Freitag, 12.05.2017, 20:05 Uhr

Aufsichtsratsvorsitzender Michael Pöppelmann – hier bei der Versammlung in Appelhülsen – wird die Vertreter auch am kommenden Mittwoch willkommen heißen.
Aufsichtsratsvorsitzender Michael Pöppelmann – hier bei der Versammlung in Appelhülsen – wird die Vertreter auch am kommenden Mittwoch willkommen heißen. Foto: Frank Vogel

Wenn am Mittwoch (17. Mai) um 19 Uhr die Vertreterversammlung der Volksbank Nottuln in der Gaststätte Denter zusammentritt, wird der Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr im Gegensatz zu den Vorjahren nicht im Mittelpunkt stehen. Dieser Platz gebührt diesmal der Beschlussfassung zur Verschmelzung mit der Volksbank Lette-Darup-Rorup.

Die Zustimmung für dieses Vorhaben wird dem „Volksbank-Parlament“ nach Einschätzung der drei Vorstände Herbert Lohmann , Karl Weckendorf und Martin Herding wohl schon deshalb leicht fallen, weil zuvor die Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung 2016 auf der Tagesordnung steht und hier viel Positives zu berichten ist, wie die Volksbank in einer Pressemitteilung schreibt.

„Das Geschäftsjahr 2016 wird uns in guter Erinnerung bleiben. Denn trotz der erschwerten Rahmenbedingungen konnten wir unsere gesteckten Ziele erreichen, ja zum Teil deutlich übertreffen. Die Fusion erfolgt aus einer Position der Stärke heraus“, sagten Herbert Lohmann, Karl Weckendorf und Martin Herding im Vorfeld der Versammlung.

So hat sich die Bilanzsumme, Gradmesser des Erfolgs eines Bankinstitutes, im Geschäftsjahr 2016 im Vorjahresvergleich um 4,3 Prozent auf 276,5 Millionen Euro erhöht. „Trotz des gewaltigen Strukturwandels, den wir zurzeit in der Bankenlandschaft erleben, der anhaltenden Niedrigzinsphase, der überbordenden Regulatorik und den Folgen der Digitalisierung haben wir erfolgreich gewirtschaftet.“

Gefragt war die Volksbank Nottuln bei ihren Mitgliedern und Kunden sowohl als Geldgeber wie auch als sicherer Hort fürs Ersparte. „Wegen der nach wie vor niedrigen Kreditzinsen wird viel investiert“, erläuterte das Vorstandstrio. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Kundenforderungen an Firmen- und Privatkunden um 3,7 % auf 183,9 Mio. Euro. Insbesondere Firmenkunden riefen Gelder der Volksbank ab. Aber auch die Nachfrage der Privatkunden nach Mitteln für den Wohnungsbau lag weiter auf hohem Niveau.

Die Mittel, die die Volksbank Nottuln ausleiht, kommen aus der Region. „Mit ihren Einlagen leisten unsere über 7000 Mitglieder und rund 14 000 Kunden ihren Beitrag für die Finanzierung der örtlichen Wirtschaft“, betonen die Bankvorstände. So funktioniere der regionale Geldkreislauf.

Im vergangenen Jahr hatten die Kunden 196,3 Mio. Euro auf ihren Konten. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Plus von 3,2 %. Inklusive der Einlagen, die über die Banken in die Unternehmen der genossenschaftlichen Finanzgruppe geflossen sind, sind dies 1,796 Mio. Euro und ein Plus von 3,6 %. Auf der Suche nach Alternativen zu den mageren Zinsen auf Giro-, Spar- oder Festgeldkonten haben sich viele Anleger wieder stärker in Richtung der Wertpapiermärkte orientiert. So haben sich die von der Volksbank betreuten Kundengelder, die bei den Verbundpartnern Bausparkasse Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V Versicherung angelegt sind, um 8,6 % auf 99,2 Mio. Euro erhöht.

Insgesamt verwalten die 68 Mitarbeiter der Volksbank Nottuln – darunter neun Auszubildende – in den drei Geschäftsstellen ein Verbundvolumen von 185,8 Mio. Euro. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 5,8 %. Das Verbundvolumen setzt sich aus den außerbilanziellen Finanzierungen und Geldanlagen bei den Verbundinstituten zusammen.

Vom allgemeinen Rückgang der Erträge aus dem Zinsgeschäft blieb auch die Volksbank nicht verschont. Da sich aber auch die Zinsaufwendungen verringert haben, konnte der Zinsüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Unterm Strich verbleibt ein Jahresüberschuss von rund 627 000 Euro. Das ermögliche eine weitere Stärkung der Rücklagen sowie die Ausschüttung einer Dividende von 6,0 % an die 7007 genossenschaftlichen Anteilseigner, so die Bank.

Soziales Engagement sei der Volksbank Nottuln ebenfalls weiterhin wichtig. Das belege die Summe, die im Jahr 2016 für Spenden und Sponsoring ausgegeben wurde. „Insgesamt 42 000 Euro sind in Maßnahmen für Vereine und gemeinnützige Einrichtungen geflossen“, erläuterten Herbert Lohmann, Karl Weckendorf und Martin Herding. Und abschließend: „Wir stehen zu unserer Verantwortung für die Region – auch in einem größeren Rahmen.“

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