Kirchengemeinde St. Martin
Die Belange der Kollegen im Blick

Nottuln -

Für die 183 Beschäftigten der katholischen Kirchengemeinde St. Martin gibt es eine neue Mitarbeitervertretung.

Donnerstag, 25.05.2017, 07:05 Uhr

183 Beschäftigte hat die Kirchengemeinde St. Martin aktuell. Um die Rechte dieser Kolleginnen und Kollegen kümmert sich die neu gewählte Mitarbeitervertretung (v.l.): Sandra Küdde, Anja Averkorn (Schriftführerin), Sabrina Artmann, Paul Szitar (1. Vorsitzender), Johannes Hovestadt (2. Vorsitzender), Christina Hessel und Nadine Isfort.
183 Beschäftigte hat die Kirchengemeinde St. Martin aktuell. Um die Rechte dieser Kolleginnen und Kollegen kümmert sich die neu gewählte Mitarbeitervertretung (v.l.): Sandra Küdde, Anja Averkorn (Schriftführerin), Sabrina Artmann, Paul Szitar (1. Vorsitzender), Johannes Hovestadt (2. Vorsitzender), Christina Hessel und Nadine Isfort. Foto: Ludger Warnke

Die Kirchengemeinde St. Martin als Arbeitgeber – für 183 Frauen und Männer und Frauen ist das gelebter Alltag. So viele Menschen beschäftigt die Pfarrgemeinde derzeit. In Pfarrbüros, für die Kirchenmusik, vor allem aber in den Kindertageseinrichtungen, die es in allen Ortsteilen der Gemeinde gibt. Nun haben die 183 kirchlichen Arbeitnehmer ihre Mitarbeitervertretung neu gewählt. In das siebenköpfige Gremium wurden gewählt: Anja Averkorn (St.-Bonifatius-Kita Schapdetten), Christina Hessel (St.-Marien-Kita Appelhülsen), Sandra Küdde und Sabrina Artmann (beide FZ St. Gerburgis Nottuln) sowie Johannes Hovestadt, Paul Szitar und Nadine Isfort (alle St.-Josef-Kita Appelhülsen). Ersatzmitglied ist Anne Lepkes (FZ St. Gerburgis Nottuln).

Am Mittwoch traf sich die neue Mitarbeitervertretung zur gemeinsamen Sitzung in der Marien-Kita Appelhülsen und wählte aus ihren Reihen Paul Szitar zum 1. Vorsitzenden, Johannes Hovestadt zum 2. Vorsitzenden und Anja Averkorn zur Schriftführerin.

„Auch wenn diesmal der Mitarbeitervertretung ausschließlich Kolleginnen und Kollegen aus den Kindertageseinrichtungen angehören, so haben sie doch die Belange aller kirchlichen Beschäftigten im Blick“, betont Petra Breuckmann , die zusammen mit ihren Kolleginnen Christine Hullerum und Angela Angenendt-Asdonk den Wahlausschuss bildete.

Die Arbeit der kirchlichen Mitarbeitervertretung ist vergleichbar mit der eines Betriebsrates in der freien Wirtschaft. „Es geht um die Rechte der Arbeitnehmer, um Vertragsangelegenheiten, um Überstunden, um Gesundheit am Arbeitsplatz, um Aus- und Weiterbildung“, zählt Breuckmann einige Themenbereiche auf. Die Mitarbeitervertretung sei dabei Sprachrohr in beide Richtungen: zu den Kollegen und zur Spitze der Kirchengemeinde. Die Zusammenarbeit mit Pfarrdechant Norbert Caßens als Arbeitgebervertreter sei super, betont Breuckmann. „Der Dechant ist absolut überzeugt von der Notwendigkeit der Mitarbeitervertretung.“

So habe man auch schon einiges für die Kollegen erreichen können. Es gebe zum Beispiel klare Vereinbarungen, wie mit Überstunden umzugehen sei, es gebe einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen für alle Mitarbeiter, unabhängig vom Alter. „Die Kirchengemeinde St. Martin ist ein attraktiver Arbeitgeber.“

Aber es gibt natürlich auch noch Ziele, an denen die Mitarbeitervertretung arbeitet. Zum Beispiel: Bislang müssten die Mitarbeitervertreter ihre Arbeit neben beziehungsweise zusätzlichen zur regulären Arbeit in der Kita leisten. „Wir haben leider keine frei gestellten Mitarbeitervertreter, nicht einmal eine stundenweise Freistellung gibt es“, nennt Breuckmann eine Aufgabe für die Zukunft.

Ein anderes Thema sei: Noch immer gebe es in den Kindertageseinrichtungen Ergänzungsfachkräfte, die bei gleicher Qualifikation und Leistung schlechter bezahlt würden. Das sei aber nicht der Pfarrgemeinde anzulasten, sondern müsse beim Gesetzgeber in Düsseldorf angemahnt werden.

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