Kommunalpolitik
Fertigstellung im November

Nottuln -

Platz für 50 Menschen soll das neue Übergangswohnheim in Darup bieten. Vorgesehene sind mehrere kleine Gebäude in Holzrahmenbauweise.

Sonntag, 28.05.2017, 13:05 Uhr

Auf der ausgesuchten Fläche sind insgesamt acht kleine Gebäude geplant. Skizze
Auf der ausgesuchten Fläche sind insgesamt acht kleine Gebäude geplant. Skizze Foto: Gemeinde Nottuln

Voraussichtlich Ende Juni beginnen an der Westerhiege in Darup die Erdarbeiten für das neue Übergangswohnheim für Flüchtlinge. „Mit der Errichtung der Gebäude soll dann im August begonnen werden“, skizzierte Fachbereichsleiter Karsten Fuchte von der Gemeindeverwaltung im WN-Gespräch den Zeitplan. Im November dann sollen die Wohnungen für insgesamt bis zu 50 Personen bezugsfertig sein.

Wie berichtet, wird das neue Übergangswohnheim in Darup im Stil einer kleinen Siedlung mit Gebäuden in Holzrahmenbauweise errichtet. Von der ursprünglichen Absicht, das Projekt mit einem Generalunternehmer zu realisieren, ist die Gemeinde abgerückt. Der Grund: Die Ausschreibung hatte eine massive Kostenüberschreitung des festgesetzten Budgets von 1,5 Millionen Euro ergeben. Jetzt erfolgt die Ausschreibung gewerkeweise. Auch wenn noch nicht alle Gewerke ausgeschrieben seien, sei man nun guter Hoffnung, dass der veranschlagte Kostenrahmen eingehalten werde, sagte Fuchte.

Das Übergangswohnheim in Darup ist derzeit das einzige Projekt dieser Art, das die Verwaltung konkret umsetzt. Wie berichtet, hat der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, für die anderen geplanten Standorte in Appelhülsen (Heitbrink) und Nottuln (am Wellenfreibad) die Möglichkeit des sozialen Wohnungsbaus zu prüfen.

Das zuvor im Sozialausschuss umfassend diskutierte Integrationskonzept der Gemeinde wurde im Rat mit 21 Ja-Stimmen bei Enthaltung der CDU beschlossen. Zuvor hatte der Rat noch eine Änderung vorgenommen. Thomas Hülsken (CDU) hatte im Konzept eine Aussage entdeckt, wonach in Bezug auf den Betreuungsaufwand eine zu starke Dezentralisierung bei der Unterbringung der Menschen nicht wünschenswert sei. Dies könne er keinesfalls mittragen, betonte Hülsken. Für ihn sei die Unterbringung auch in Einzelunterkünften wünschenswert. Stefan Kohaus (Grüne) warnte: „Wir sollten in keiner Weise den Eindruck erwecken, dass wir ökonomische Gründe höher einschätzen.“ Der Satz sei überflüssig. Ohne Gegenstimme folgte der Gemeinderat seinem Vorschlag, diesen Satz zu streichen.

Mit 18:13 Stimmen bei zwei Enthaltungen hat sich der Gemeinderat mehrheitlich für die anteilige Finanzierung eines Job-Coaches für Asylbewerber entschieden. Die Mehrheit des Rates und auch die Gemeindeverwaltung sah in diesem vom „Havixbecker Modell e.V.“ getragenen Projekt eine sinnvolle Ergänzung der Hilfen. Der Job-Coach helfe auch den Unternehmen, betonte Fachbereichsleiter Benedikt Gellenbeck.

Kritik kam von der CDU-Fraktion, die vor Doppelstrukturen warnte. Markus Lunau sprach von einer „falschen Vorgehensweise, denn beim Kreis würden dafür gerade die Kapazitäten ausgebaut“.

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