Weltklassik am Klavier: Alexander Plotkin
„Mysterium und Ekstase“

Nottuln -

Er gilt als Tastenakrobat und hat sich Stücke ausgesucht, die sich mit den Themen „Mysterium und Ekstase“ beschäftigen: Alexander Plotkin spielt am Sonntag bei der „Weltklassik am Klavier“.

Dienstag, 30.05.2017, 06:05 Uhr

Alexander Plotkin gilt als wahrer Tastenakrobat unter den Pianisten.
Alexander Plotkin gilt als wahrer Tastenakrobat unter den Pianisten. Foto: Alexander Plotkin

Mit fünf Jahren begann der aus einer Musikerfamilie stammende Alexander Plotkin Klavier zu spielen, und mit sieben schrieb er in einem Schulaufsatz, er wünsche sich „eine Perücke wie Bach“. Ob dies nun Ausdruck seiner Begeisterung für Bach oder aber lediglich dessen Frisur war, sei dahingestellt. Sicher ist jedoch, dass Alexander Plotkin heute als wahrer Tastenakrobat gilt. Am Sonntag (4. Juni) um 17 Uhr gastiert der in Freiburg lebende Pianist im Rahmen der „Weltklassik am Klavier“ in der Alten Amtmannei.

Mit seinem Programm entführt er in die Welt von Mystik und Ekstase und lässt mit Präzision und akrobatischer Anschlagskultur Brahms , Liszt und Skrjabin „zu Klang kommen“.

Alexander Plotkin studierte am berühmten Rimsky-Korsakov-Konservatorium in St. Petersburg bei Prof. Nina Seregina und in der Solistenklasse von Prof. Vitali Berzon an der Musikhochschule Freiburg im Breisgau.

Er wurde Preisträger bei mehreren internationalen Wettbewerben, unter anderem beim Internationalen Klavierwettbewerb in Wladiwostok (Russland) und beim Nyriydhasi Klavierwettbewerb in Takasaki (Japan). Konzerttätigkeiten führten ihn in viele Länder Europas, er spielte in bedeutenden Konzertsälen wie der Philharmonia Grand Hall in St. Petersburg und dem Concertgebouw in Amsterdam.

Die 1853 entstandene Sonate op. 5 Nr. 3 hat fünf Sätze. Johannes Brahms stellt dem langsamen Satz die Gedichtzeilen von C. O. Sternau voran: „Der Abend dämmert, das Mondlicht scheint, da sind zwei Herzen in Liebe vereint und halten sich selig umfangen.“ Im Finale der Sonate erklingt das Thema F-A-E („Frei, aber einsam“).

Die weiteren Werke befassen sich mit dem Mystischen: Die 9. Sonate von Alexander Skrjabin trägt den Namen „Schwarze Messe“. Der 5. Sonate liegt der gleiche Epigraph zugrunde wie im „Poème de l’Extase“: „Ich rufe euch zum Leben, oh geheimnisvolle Kräfte! Versunken in den finsteren Tiefen des Schöpfergeistes, ängstliche Schatten des Lebens, euch bringe ich Mut.“

Der Eintritt kostet 20 Euro, für Studenten 15 Euro, Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt; Platzreservierungen sind möglich unter ✆ 02 11/9 36 50 90 oder per Mail an info@weltklassik.de

 

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