Rupert-Neudeck-Gymnasium
„Man muss etwas riskieren“

Nottuln -

Mit einer abwechslungsreichen Feierstunde feierte das Gymnasium seinen neuen Namen: Rupert-Neudeck-Gymnasium Nottuln.

Freitag, 16.06.2017, 19:06 Uhr

Zum Ende der Namensgebungsfeier enthüllten die Schüler ein Transparent mit dem neuen Logo des Rupert-Neudeck-Gymnasiums. Darüber freute sich nicht nur Christel Neudeck (mit Blumenstrauß). Lob kam von allen Seiten.
Zum Ende der Namensgebungsfeier enthüllten die Schüler ein Transparent mit dem neuen Logo des Rupert-Neudeck-Gymnasiums. Darüber freute sich nicht nur Christel Neudeck (mit Blumenstrauß). Lob kam von allen Seiten. Foto: Iris Bergmann

Zum Schluss wurde es noch einmal sehr berührend. Aus den Lautsprechern erklang Xavier Naidoos Hit „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen“. Auf der großen Leinwand im Forum erschienen Bilder aus dem Leben von Rupert Neudeck (14. Mai 1939 bis 31. Mai 2016). Das ganze Auditorium im Forum erhob sich zu Standing Ovations und ehrte damit die Lebensleistung eines großen Menschenfreundes, der mit seinen Organisationen Cap Anamur /Deutsche Notärzte und Friedenskorps Grünhelme unzählige Menschenleben rettete. Witwe Christel Neudeck kamen die Tränen. Und nicht nur ihr.

Namensfeier Rupert-Neudeck-Gymnasium Nottuln

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Mit einer abwechslungsreichen Feierstunde, die auf gelungene Weise humorvolle und nachdenkliche Momente miteinander verband, feierte das Gymnasium Nottuln seinen neuen Namen: Rupert-Neudeck-Gymnasium der Gemeinde Nottuln. Der Kosename „GyNo“ hat ausgedient, hieß es gestern. Zwar gilt der neue Name laut Erlass der Bezirksregierung offiziell erst zum 1. August 2017, dem Beginn des neuen Schuljahres, wie Schulleiter Holger Siegler im WN-Gespräch erläuterte, „aber im Schulalltag sind wir natürlich ab sofort das Rupert-Neudeck-Gymnasium“.

Dass der Name gut gewählt ist, das wurde gestern in vielen Beiträgen deutlich. Bereits im ökumenischen Wortgottesdienst würdigten Pastor Manfred Stübecke und Pfarrdechant Norbert Caßens die Leistungen Rupert Neudecks. „Er hat Mut gemacht durch sein Leben“, betonte Pastor Stübecke. Was kannst du? Was tust du? Diese Fragen, für die Rupert Neudeck stehe, seien gute Leitlinien, gratulierte Caßens.

Schulleiter Holger Siegler hieß im Forum die große Gästeschar willkommen, darunter besonders Christel Neudeck, die von Tochter und Enkelin begleitet wurde. „Uns ist sehr bewusst, dass ihre vielfältigen Aktivitäten ein gemeinsames Engagement von Ihnen und Ihrem Mann waren und bis heute sind“, betonte Siegler. Er verdeutlichte noch einmal, dass die Schule nach einer Persönlichkeit als Namensgeber gesucht habe, die Orientierung biete in den großen humanitären Fragen. „Man muss etwas riskieren. Warum fangen wir nicht einfach an?“ Dieses Zitat von Neudeck hatte das Gymnasium als Leitgedanken für die Namensgebungsfeier ausgewählt. Das sei eine besonders für junge Menschen geeignete Maxime für ihr Handeln, betonte Siegler. Der Schulleiter kündigte bereits an, dass das Gymnasium Projekte mit den Grünhelmen und Cap Anamur/Deutsche Notärzte entwickeln werde. Zudem passe der neue Name zum neuen Schulprofil einer UNESCO-Projektschule.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke gratulierte im Namen der Gemeinde. Auch wenn die Schule nie namenlos gewesen sei, so erhalte sie nun nochmals eine neue Identifikationskraft. „Sie haben einen Namen gefunden, der genau zu unserem Gymnasium passt.“

Glückwünsche gab es auch von Schulleiter Jaroslaw Frankowski vom Partnergymnasium aus Chodziez, der den großen Wert der vielen Begegnungen zwischen beiden Schulen betonte, sowie vom Gründungsschulleiter Peter Steil, der für die verhinderte Vertreterin der Bezirksregierung sprach. „Ich freue mich außerordentlich“, bekannte Steil, erinnerte kurz an die zwei vorherigen, ergebnislosen Namensgebungsversuche und studierte mit dem Auditorium gleich einen Rupert-Neudeck-Kanon ein. Begeisterter Applaus für den sympathischen früheren Schulleiter.

Gewiss ein Höhepunkt war die von der stellvertretenden Schulleiterin Jutta Glanemann moderierte Gesprächsrunde zwischen den Mitgliedern der Zukunftswerkstatt und Christel Neudeck.

Sprachlos machten die Schilderungen, welche persönlichen Anfeindungen Rupert und Christel Neudeck manchmal für ihr Tun erfahren haben; gebannt waren die Zuhörer bei den Schilderungen, als Christel Neudeck von der Verschleppung dreier Mitarbeiter in Syrien berichtete. Und warmherzig waren die Schilderungen, wie Rupert und Christel Neudeck Familienleben und Engagement für andere miteinander verbunden haben. „Es war ein wunderbarer Weg, den wir gemeinsam gehen konnten“, sagte Christel Neudeck. „Man konnte ihm keine Angst machen“, schilderte sie eine Eigenschaft ihres Mannes. Sie wünsche sich, dass die Schüler diese Haltung, sich nicht von der Angst lähmen zu lassen, verinnerlichten. Dass das Gymnasium nun den Namen Rupert Neudeck trage, sei eine große Freude für sie. „Ich bin überzeugt, dass hier noch ganz viel Gutes geschieht.“

Die Schülervertretung stimmte anschließend auf die Enthüllung des neuen Namenslogos ein, für das es viel Beifall gab. Den erhielten auch die Jugendlichen des vokalpraktischen Kurses Q1, die unter der Leitung von Cordula Eing und Melvin Schulz mit Liedbeiträgen die Feierstunde auflockerten.

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