Flagge zeigen
7000 Bürgermeister sagen „Nein“

Nottuln -

„Mayors for Peace“ – Bürgermeister für Frieden: Auch Manuela Mahnke hat an Staaten weltweit appelliert, ihre Atomwaffen zu vernichten. Unterstützt wurde sie beim Hissen der Flagge von der Friedensinitiative Nottuln und weiteren Bürgern. Eine Unterschriftenaktion startet Montag.

Freitag, 07.07.2017, 14:07 Uhr

Mitglieder der Friedensinitiative Nottuln, Bürgermeisterin Manuela Mahnke (5.v.l.) und weitere interessierte Bürger hissten am Donnerstag die Flagge von „Mayor for peace“ mit dem Ziel, dass Atomwaffen weltweit geächtet werden.
Mitglieder der Friedensinitiative Nottuln, Bürgermeisterin Manuela Mahnke (5.v.l.) und weitere interessierte Bürger hissten am Donnerstag die Flagge von „Mayor for peace“ mit dem Ziel, dass Atomwaffen weltweit geächtet werden. Foto: Bettina Laerbusch

Vor dem Rathaus setzten am Donnerstagnachmittag Mitglieder der Friedensinitiative, interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Bürgermeisterin Manuela Mahnke erneut ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen: Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“ appellieren die Bürgermeister weltweit an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

Die Organisation „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürger verantwortlich sind, versucht die Organisation „Mayors for Peace“ die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern und deren Abschaffung zu erreichen. Inzwischen gehören dem Netzwerk über 7000 Städte und Gemeinden aus über 160 Ländern an; in Deutschland sind derzeit 500 Mitglieder dem Bündnis beigetreten.

„Der Flaggentag erinnert an die Veröffentlichung eines Rechtsgutachtens des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 8. Juli 1996“, erinnerte Manuela Mahnke. Darin heißt es, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts unvereinbar sind. Das Gutachten ist zwar nicht bindend, aber dennoch von großer Bedeutung: Die Staaten der Weltgemeinschaft werden an ihre „völkerrechtliche Verpflichtung“ gemahnt, ernsthafte Verhandlungen zur Beseitigung von Kernwaffen aufzunehmen.

Heinz Böer als Mitglied der Friedensinitiative betonte, dass am Freitag (7. Juli) in New York Verhandlungen von rund 130 Nichtnuklearstaaten über ein Atomwaffenverbot zu Ende gehen. „Die Atomstaaten blieben diesen Verhandlungen fern, ebenso Deutschland als Nato-Mitglied“, sagte Böer. „Wir werden uns also im nächsten Jahr wiedertreffen müssen, und danach noch einmal . . .“

Die Gemeinde Nottuln unterstützt auch die internationale Unterschriftenkampagne, die ebenfalls von „Mayors for Peace“ initiiert wurde – das auf Bitten der Gruppe „Hibakusha“, der Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasak. „Das Durchschnittsalter der Hibakusha beträgt jetzt mehr als 80 Jahre. Es ist unser nachdrücklicher Wunsch, noch in unserer Lebenszeit eine atomwaffenfreie Welt zu erreichen, so dass die nachfolgenden Generationen niemals wieder die Hölle auf Erden erleben müssen“, heißt es in dem Appell aus Japan.

Ab Montag (10. Juli) liegt eine Unterschriftenliste zur weltweiten Abschaffung von Atomwaffen am „Counter“, Foyer des Rathauses, aus.

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