Liebfrauen-Schüler geben alles
Schüler vergessen Afrika nicht

Nottuln -

Die Liebfrauenschüler sind in dieser Woche gelaufen, was das Zeug hält. Oder sie haben Arbeiten etwa in Gärten übernommen. Das große Ziel aller Aktionen: Geld für Kinder und Jugendliche in Mosambik zusammenzubekommen.

Freitag, 07.07.2017, 19:07 Uhr

Mit Elan liefen die Schüler bei hohen Temperaturen für die gute Sache oder arbeiteten wie zum Beispiel Süleyman Eskander, Schüler der Klasse 9d. Er ist als Kind aus Syrien geflohen und jetzt zu Hause bei Marlies Wolanewitz-Janning und Thomas Janning. Hier streicht er den in die Jahre gekommenen Jägerzaun des Opas der Familie.
Mit Elan liefen die Schüler bei hohen Temperaturen für die gute Sache oder arbeiteten wie zum Beispiel Süleyman Eskander, Schüler der Klasse 9d. Er ist als Kind aus Syrien geflohen und jetzt zu Hause bei Marlies Wolanewitz-Janning und Thomas Janning. Hier streicht er den in die Jahre gekommenen Jägerzaun des Opas der Familie. Foto: Liebfrauenschule Nottuln

Afrika, keine Frage, vergessen die Schüler und Lehrer der Liebfrauenschule nicht. Jetzt, kurz vor den Sommerfeien, gaben sie wieder alles bei einem Sponsorenlauf und bei Arbeitseinsätzen. Das große Ziel: Spenden zu erarbeiten und zu erlaufen für die Partnerschule in Jecua, Mosambik.

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten die Lehrkräfte Christina Schabos, Christoph Ihmenkamp und Michael Nieborg. Ihnen war es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler vor den eigentlichen Aktionen genau über die Besonderheiten des „Afrikatages“ informiert wurden, damit sie wussten, wofür und für wen sie sich „quälten“. Hochmotiviert begaben sich die Mädchen und Jungen der Klassen fünf bis sieben auf die Zwei-Kilometer-Runde zwischen Burgstraße und Stevern. Zuvor hatten sie sich Sponsoren gesucht, die pro gelaufenem Kilometer eine bestimmte Summe spendeten. Und die Arbeitseinsätze, wie sahen die aus? „Viele Eltern nehmen ihre Kinder mit zu ihrem Arbeitsplatz, andere Schüler helfen zu Hause oder bei Freunden und Nachbarn“, erläuterte Christina Schabos.

Lüleyman Eskauder aus der 9d zum Beispiel half, einen Jägerzaun zu streichen. Lea Müller (8d) erledigte zu Hause gegen eine Spende Gartenarbeiten. Celine Schwalm und Nele Mayer sorgten dafür, dass einige Lehrer die Heimfahrt mit einem sauberen Auto antreten konnten.

Robert Wolken aus der 9d war bei der Baustoffhandlung Mertens eingesetzt. „Robert hat nachgefragt. Selbstverständlich konnte er zu uns kommen. Ich bin immer offen für eine Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen“, erklärte Michael Mertens.

Das hochsommerliche Wetter stellte für die Läuferinnen und Läufer eine besondere Herausforderung dar. Gut, dass die SV einen Eisstand für eine Abkühlung aufgebaut hatte.

„Wir sind schon stolz, dass sich dieser Aufwand lohnt“, betonten Christina Schabos und Michael Nieborg. Im vergangenen Jahr kam die erstaunliche Summe von 11 000 Euro zusammen.

Die Verwendung der Einnahmen erfolgt demokratisch. Christina Schabos: „Die Schulleitung, die SV und das Organisationsteam stimmen darüber ab, welche Wünsche der Partnerschule erfüllt werden sollen. Die Schulgemeinde erfährt also konkret, wofür das Geld in der Partnerschule jeweils eingesetzt wurde.“

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