Bundestagswahlen
Schon über 2000 Briefwähler

Nottuln -

Seit Montag können die Nottulner wählen. Und das tun sie. Schon über 2000 Bürgerinnen und Bürger haben die Briefwahlunterlagen beantragt. Etliche haben auch schon direkt gewählt.

Samstag, 02.09.2017, 08:09 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen SPD-Herausforderer Martin Schulz. Die Wahlplakatwände an der Ecke Dülmener Straße/Steinstraße sind so aufgestellt, als zeige die Kanzlerin dem SPD-Chef die kalte Schulter.
Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen SPD-Herausforderer Martin Schulz. Die Wahlplakatwände an der Ecke Dülmener Straße/Steinstraße sind so aufgestellt, als zeige die Kanzlerin dem SPD-Chef die kalte Schulter. Foto: Ludger Warnke

Die Briefwahl wird in der Gemeinde Nottuln offensichtlich immer populärer. Seit Montag können die Wähler für die Bundestagswahl am 24. September den Wahlschein für die Briefwahl beantragen. Und die Menschen aus Nottuln, Appelhülsen, Darup und Schapdetten machen rege Gebrauch davon. So sehr, dass es an manchen Tagen in dieser Woche im Wahlbüro der Gemeinde – Domherrengasse 4 – bereits zu Wartezeiten gekommen ist.

Am Dienstagmittag hatten bereits 1115 Wahlberechtigte den Wahlschein für die Briefwahl beantragt, zum Teil auch schon ihren Stimmzettel sofort ausgefüllt und ihn sogleich in die aufgestellte Wahlurne geworfen, wie Diana Mührmann von der Gemeindeverwaltung schilderte.

Freitagmittag dann lag die Zahl der Briefwahlanträge bei 2050, sagte Fachbereichsleiter Caglayan Korkmaz auf WN-Anfrage. Damit haben bereits etwas mehr als 13 Prozent der rund 15 000 Wahlberechtigten in der Gemeinde die Briefwahl beantragt. Übrigens: Bis zu diesem Wochenende sollten alle Wähler in der Gemeinde ihre Wahlbenachrichtigung bekommen haben. Wenn nicht, sollte man sich bei der Verwaltung melden.

Schon bei den vergangenen Wahlen zeigte sich ein Trend zur Briefwahl. „Wir haben darauf reagiert und daher zur Bundestagswahl die Zahl der Briefwahlvorstände von drei auf vier aufgestockt“, sagte Korkmaz.

Die Wähler müssen nicht begründen, warum sie die Briefwahl beantragen. Über die Gründe kann man daher nur spekulieren. Ein Teil der Wähler sei sicherlich am Wahltag verreist oder habe den Wahlsonntag schon anderweitig verplant, mutmaßt Diana Mührmann.

Den Wahlschein für die Briefwahl können die Bürger online übers Internet beantragen (www.nottuln.de) oder mit der Wahlbenachrichtigung hier vor Ort im Wahlbüro in der Domherrengasse. Damit Wartezeiten vermieden oder möglichst kurz gehalten werden können, bittet Diana Mührmann die Bürger, den Antrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung bereits zu Hause komplett auszufüllen und zu unterschreiben. „Das beschleunigt das Verfahren sehr.“

Die Briefwahl kann bis zum 22. September (Freitag), 18 Uhr, beantragt werden. Bürger müssen selbst darauf achten, dass ihr ausgefüllter Stimmzettel rechtzeitig bis spätestens am 24. September der Gemeinde vorliegt. In besonderen Ausnahmefällen (zum Beispiel bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung) kann ein Wahlschein noch am Wahltag bis 15 Uhr beantragt werden. Hilfreiche Infos zum Wahlablauf gibt es auf der Homepage des Bundeswahlleiters.

 

Neun Wahlbezikrke

Für die Bundestagswahl am 24. September ist die Gemeinde Nottuln in folgende neun Wahlbezirke eingeteilt worden:

Bezirk 1: Nottuln-Süd, Wahllokal Rupert-Neudeck-Gymnasium, Pavillon I; Bezirk 2: Nottuln, Wahllokal Rupert-Neudeck-Gymnasium Pavillon II; Bezirk 3: Nottuln, Wahllokal Alte Amtmannei; Bezirk 4: Nottuln, Wahllokal Pfarrheim St. Martinus; Bezirk 5: Nottuln-Außen, Wahllokal St.-Elisabeth-Stift; Bezirk 6: Appelhülsen I, Wahllokal Bürgerzentrum Schulze Frenking;

Bezirk 7: Appelhülsen II, Wahllokal Bürgerzentrum Schulze Frenking; Bezirk 8: Darup, Wahllokal Landgasthaus Egbering; Bezirk 9: Schapdetten, Wahllokal Hotel „Zur alten Post“.

Am Wahltag kann im Zeitraum von 8 bis 18 Uhr gewählt werden. Neben der Wahlbenachrichtigung ist auch der Personalausweis oder Reisepass bereitzuhalten. Wegen des hohen Briefwahlaufkommens hat die Gemeinde außerdem erstmals vier Briefwahlbezirke gebildet. Insgesamt hat die Gemeinde am 24. September 104 Wahlhelfer in den Wahlvorständen im Einsatz.

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