Infotreffen für Pfarrgemeinden
„Zukunftsfähige Friedhöfe“

Nottuln -

Wie kann man es schaffen, Friedhöfe zu erhalten und die Gebühren nicht explodieren zu lassen? Das Bistum hat ein Modell dazu.

Donnerstag, 14.09.2017, 16:09 Uhr

Der Havixbecker Friedhof als Ort der Lebenden und der Toten ist ein gelungenes Beispiel für die Gestaltung eines Friedhofs als pastoraler Raum.
Der Havixbecker Friedhof als Ort der Lebenden und der Toten ist ein gelungenes Beispiel für die Gestaltung eines Friedhofs als pastoraler Raum. Foto: Ansgar Kreuz

Die Bestattungskultur auf den Friedhöfen hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend verändert. Davon sind auch die katholischen Pfarreien betroffen, die Träger der Friedhöfe sind und sie verwalten. Viele dieser Friedhöfe werden zurzeit defizitär geführt. Das hat das Bistum Münster dazu veranlasst, ein neues Friedhofsgebührenverfahren zu entwickeln. Ziel ist eine nachhaltige Gebührenkalkulation, damit Friedhöfe nicht auf andere Träger übertragen werden oder sogar geschlossen werden müssen.

Deshalb hatten das Kreisdekanat Coesfeld sowie das Kreisdekanat Recklinghausen zu einer Infoveranstaltung auf den Alten Hof Schoppmann eingeladen. Kreisdechant Johannes Arntz begrüßte mehr als 70 Vertreter der Kirchengemeinden.

Zu Beginn wies Dominique Hopfenzitz von der Rechtsabteilung des Bistums auf die Veränderungen in der Bestattungskultur hin, denen sich auch die Kirchengemeinden stellen müssten. Einen Friedhof zukunftsfähig zu machen, bedeute, dessen Attraktivität zu steigern, um auf Dauer die Unterhaltskosten tragen zu können. Hopfenzitz betonte, dass es dem Bistum ein Anliegen sei, die Kirchengemeinden auf diesem Weg zu unterstützen. „Der Plan ist es nicht, Friedhöfe zu schließen oder sie an Kommunen zu übertragen.“

Wie eine mögliche finanzielle Übersicht und Kalkulation der kirchengemeindlichen Friedhöfe aussehen könne, erläuterte Rainer Grönewäller von der Abteilung Kirchengemeinden im Generalvikariat. Er stellte Möglichkeiten zur Datenerfassung und das angedachte Schulungsangebot des Bistums vor.

Was gefällt Ihnen an ihrem Friedhof? Wo möchten Sie am liebsten beerdigt werden? Was ist Ihnen bei einem Friedhofsbesuch wichtig? – Mit einem Speed-Dating begann Gudrun Meiwes ihren Part der Veranstaltung. Sie stellte den Friedhof als pastoralen Ort vor und präsentierte Beispiele für gelungene Angebote und Gestaltungsmöglichkeiten. So wird zum Beispiel auf dem Friedhof in Recklinghausen-Hochlarmark regelmäßig ein Café von Ehrenamtlichen für die Besucher organisiert. Damit ist der Friedhof ein Ort der Begegnung mit einem Gesprächsangebot für Trauernde. Als ein weiteres Beispiel nannte sie den Friedhof in Havixbeck. Dieser sei ein Ort der Lebenden und der Toten. Kunstobjekte wie Brunnen und Grabsteine drückten den Glauben an die Auferstehung in besonderer Weise aus.

Zum Abschluss konnten die Teilnehmer ihre Fragen an die Vertreter des Bistums stellen. Das neue Gebührenverfahren und die damit verbundene Herausforderung sowohl für die ehrenamtlichen Kirchenvorstände als auch für die Hauptamtlichen in den Kirchengemeinden wurde kontrovers diskutiert.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5150313?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
WWU Baskets triumphieren mit 93:87 in Düsseldorf - Jojo Cooper mit 26 Punkten
Basketball: Pro B: WWU Baskets triumphieren mit 93:87 in Düsseldorf - Jojo Cooper mit 26 Punkten
Nachrichten-Ticker