Nachlese Bundestagswahl
Anonymus abgewiesen

Nottuln -

Keine Wahl mit Maske. Das gilt auch in Schapdetten.

Montag, 25.09.2017, 20:09 Uhr

Hinter einer solchen Anonymus-Maske versteckte sich in Schapdetten ein Bürger, der wählen wollte.  In Schapdetten wollte ein maskierter Mann sich an der Wahl beteiligen. Das wurde ihm verwehrt.
Hinter einer solchen Anonymus-Maske versteckte sich in Schapdetten ein Bürger, der wählen wollte.  In Schapdetten wollte ein maskierter Mann sich an der Wahl beteiligen. Das wurde ihm verwehrt. Foto: Arno Burgi / dpa

Im Schapdettener Wahllokal „Zur alten Post“ hat am Sonntag ein Wähler versucht, hinter einer Anonymus-Maske versteckt an der Bundestagswahl teilzunehmen. Der Wahlvorstand forderte den unbekannten Mann auf, die Maske abzulegen, andernfalls könne er nicht an der Wahl teilnehmen. Daraufhin zerriss der Maskierte vor den Augen des Wahlvorstandes demonstrativ die Wahlbenachrichtigung und verließ das Wahllokal wieder, schilderte Fachbereichsleiter Caglayan Korkmaz von der Gemeindeverwaltung im WN-Gespräch.

Der Wahlvorstand habe sich völlig korrekt verhalten. „Mit Maske wählen ist nicht erlaubt“, betonte Korkmaz. Man müsse den Wähler identifizieren können, damit das Wählerverzeichnis korrekt geführt werden könne.

Abgesehen von diesem etwas merkwürdigen Ereignis sei die Wahl ansonsten ohne besondere Probleme verlaufen. Bürgermeisterin Manuela Mahnke und der Fachbereichsleiter fuhren am Sonntag alle Wahllokale in der Gemeinde ab und verschafften sich selbst einen Eindruck vom Wahlablauf. „Einerseits ging es darum, den Wahlvorständen den Dank der Gemeinde auszusprechen, andererseits darum, zu schauen, ob es eventuell Probleme gibt“, erläuterte Korkmaz.

Und in der Tat gab es Handlungsbedarf: Die hohe Wahlbeteiligung von letztlich 81,9 Prozent sorgte dafür, dass in einzelnen Wahllokalen die Stimmzettel knapp wurden. „Insgesamt hatten wir ausreichend Wahlzettel zur Hand, aber wir mussten am Sonntag doch einige Wahllokale nachbeliefern.“

Dass am Sonntagabend der Briefwahlbezirk 4 erst gegen 21.45 Uhr als letzter ausgezählt war, lag an einem Rechenfehler. Deshalb habe man dort neu zählen müssen, bis der Fehler gefunden worden sei. „Natürlich muss es bei der Auszählung der Stimmen korrekt zugehen“, betonte Korkmaz.

Übrigens: Die Stimmzettel werden nun im Archiv der Gemeinde aufbewahrt. Frühestens 60 Tage vor der nächsten Bundestagswahl dürfen sie vernichtet werden.

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