„Tierärzte ohne Grenzen“
Leidenschaftlicher Kampf gegen den Hunger

Nottuln -

„Tierärzte ohne Grenzen“ kümmern sich um Tiere. Klar. Aber ihre Projekte dienen vor allem auch den Menschen.

Mittwoch, 18.10.2017, 21:10 Uhr

Auch nach dem Vortrag beantwortete Friederike Schulze Hülshorst noch viele Fragen.
Auch nach dem Vortrag beantwortete Friederike Schulze Hülshorst noch viele Fragen. Foto: Friedensinitiative

„Wir geben niemals die Hoffnung auf, wenn es darum geht, Hunger zu bekämpfen!“ Leidenschaftlich plädierte am Montag auf einem Vortragsabends Friederike Schulze Hülshorst, Bundesgeschäftsführerin der Organisation „Tierärzte ohne Grenzen“ (ToG), für ein verstärktes Engagement gegen den Hunger in der Welt.

Ausführlich stellte Schulze Hülshorst, die auf Einladung der Friedensinitiative Nottuln (FI) extra aus Berlin angereist war, ihre Organisation vor. Unter dem Motto „Wenn Tiere Leben bedeuten“ engagiert sich ToG seit mehr als 20 Jahren für Menschen in Afrika, deren Existenz von der Tierhaltung abhängt. „Rinder, Schafe, Ziegen, Kamele und Hühner geben ihnen, was sie zum Leben brauchen. Wir helfen den Menschen, ihre Lebensgrundlage zu erhalten.“

Dabei strebe die Organisation eine ganzheitliche Entwicklungszusammenarbeit an. So umfassen die Projekte die Aspekte Tiergesundheit, Ernährungssicherung, Lebensmittelhygiene, Agrarwirtschaft, Einkommenssicherung, Dürreprävention, In­frastruktur und Wiederaufbau.

Der Verkauf von Tieren stelle oft die einzige Einkommensquelle dar. Erkrankten die Tiere, sei die Lebensgrundlage der Menschen in Gefahr. Zudem seien viele Tierkrankheiten auch für die Menschen ansteckend. Eine grundlegende tiermedizinische Versorgung sei deshalb in vielen Gebieten Ostafrikas lebenswichtig.

Rund 200 Mitarbeiter in Deutschland und Afrika arbeiten für ToG. Sie bilden zum Beispiel Hirten zu Tiergesundheitshelfern aus, die Im­pfungen durchführen und die wichtigsten Krankheiten behandeln können.

Die Arbeit von ToG ist erfolgreich, konnte die Referentin aufzeigen. Dort, wo ToG tätig war, brauchten keine Menschen aus Hunger zu sterben. Die Arbeit ihrer Organisation könne man durch einmalige Spenden unterstützen oder durch eine Fördermitgliedschaft. Gerade zu Weihnachten könne man auch Spenden-Gutscheine verschenken, warb sie.

 

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