Gemeinsamer Unterricht e.V.
„Wir brauchen Sie!“

Nottuln -

Der Verein für den Gemeinsamen Unterricht sucht dringend Eltern, die sich im Verein engagieren. Ohne neue Mitarbeiter im Vorstand droht die Vereinsauflösung.

Donnerstag, 19.10.2017, 20:10 Uhr

Der aktuelle Vorstand des „Vereins für Gemeinsamen Unterricht“ (v.l.): Beate Bartlett (Vorsitzende), Rena Brummerloh (stv. Vorsitzende), Bettina Leifeld (hinten), davor Christiane Haverkamp, Marlies Teichmann und Andreas Averesch, der gegenwärtig der einzige Elternvertreter ist.
Der aktuelle Vorstand des „Vereins für Gemeinsamen Unterricht“ (v.l.): Beate Bartlett (Vorsitzende), Rena Brummerloh (stv. Vorsitzende), Bettina Leifeld (hinten), davor Christiane Haverkamp, Marlies Teichmann und Andreas Averesch, der gegenwärtig der einzige Elternvertreter ist. Foto: Gemeinsamer Unterricht e.V.

Seit sechs Jahren gibt es den „Verein für Gemeinsamen Unterricht“ an der St.-Martinus-Grundschule. Er wurde gegründet, um inklusiver Bildung gerecht werden zu können. Mithilfe von Spenden und den Erlösen selbst organisierter Aktionen finanziert der Vereine Inklusionskräfte, die im Unterricht mit eingesetzt werden. Dass der Verein damit wertvolle Hilfe leistet, darüber bestehen bei Schulleitung, Lehrern und Eltern keine Zweifel. Doch ob der Verein diese Hilfe auch weiterhin wird leisten können, dass steht in Frage: Es fehlt an Mitgliedern, die sich auch im Vorstand engagieren und bei der Vorbereitung der Aktionen helfen. „Wir brauchen Sie!“, appelliert der Verein mit voller Unterstützung der Schulleitung an Eltern und Bürger, über ein Engagement zumindest nachzudenken.

Schulleiter Heinz Rönnebäumer schildert den schulischen Alltag: „In fast jeder Grundschulklasse in Nottuln befinden sich heute im Durchschnitt zu 20 bis 30 Prozent Kinder, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, da sie entwicklungsverzögert, hyperaktiv, verhaltensauffällig oder lernschwach sind, körperliche Defizite haben oder schlicht kein Deutsch sprechen.“ Sonderpädagogen stehen den Klassen aber nur für einen Bruchteil der täglichen Unterrichtsstunden zur Verfügung.

Rönnebäumer: „Welche Möglichkeiten hat also ein Lehrer, der allein einer Klasse von etwa 25 Schülern gegenübersteht, von denen mindestens fünf Schüler einen besonderen Betreuungsbedarf haben? Er wird ‚umverteilen‘ müssen und den unauffälligen Kindern mehr Selbstständigkeit zumuten und weniger Zuwendung zukommen lassen können, als ihnen gut tut!“

Daher bemüht sich der „Verein für Gemeinsamen Unterricht“ seit vielen Jahren darum, in jeder Klasse eine sogenannte Inklusionskraft zu beschäftigen, die in dieser prekären Situation als zusätzliche Hilfe für alle Kinder zur Verfügung steht. Finanziert wird diese Kraft durch Spendengelder, die durch Aktionen wie das „Rudelsingen“ erworben werden oder demnächst wieder durch die Durchführung der Cafeteria im Pfarrheim zum Martinimarkt. Der Vorstand spricht allen Eltern, Freunden und Lehrern, die den Verein durch Kuchenspenden und Standdienste dabei unterstützen, einen großen Dank aus.

Dennoch weist der Verein auf ein großes Problem hin: Für die Ideenfindung, Planung und Durchführung solcher Aktionen ist der Vorstand des „Vereins für Gemeinsamen Unterricht“ zuständig. Dieser Vorstand besteht zurzeit aus Lehrerinnen, einer Inklusionskraft und „leider nur noch einem einzigen Elternteil“, betont der Verein.

Dieses Elternteil ist der Nottulner Andreas Averesch . Der Familienvater kümmert sich als Kassierer bereits seit mehreren Jahren um die finanziellen Dinge des Vereins. Dass sich die Lehrerinnen der Schule ehrenamtlich im Verein engagieren, findet Averesch toll. „Dass muss man ihnen hoch anrechnen. Sie opfern ihre Freizeit zum Wohle aller Schüler.“

Averesch selbst hat diese ehrenamtliche Arbeit gerne gemacht. Dennoch möchte er zum Schuljahresende aufhören und seinen Nachfolger bzw. Nachfolgerin dann im Schuljahr 2018/2019 einarbeiten. Mit dem Ende dieses Schuljahres verlässt auch sein jüngstes Kind die Martinusschule.

Für den Verein ist die Gewinnung aktiver Mitglieder sehr wichtig. Der Vorstand: „Ohne das Engagement von neuen Eltern besteht die Gefahr, dass der Verein Ende nächsten Schuljahres zum Nachteil sämtlicher Schüler aufgelöst werden muss!“

Zum Thema

Wer sich für eine Mitarbeit interessiert oder weitere Informationen benötigt, kann sich an die St.-Martinus-Grundschule wenden: ' 0 25 02/92 01; E-Mail: 121927@schule.nrw.de

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