Weltgebetstag der Frauen 2018
Thema macht nachdenklich

Nottuln/Lüdinghausen -

Der Weltgebetstag der Frauen im kommenden Jahr will vorbereitet sein. Die Organisatorinnen beschäftigten sich jetzt intensiv damit.

Donnerstag, 16.11.2017, 13:11 Uhr

Der Arbeitskreis legte ein Schöpfungsbild aus farbigen Tüchern, Menschen, Tieren und Bäumen.
Der Arbeitskreis legte ein Schöpfungsbild aus farbigen Tüchern, Menschen, Tieren und Bäumen. Foto: Arbeitskreis Weltgebetstag

Zur Vorbereitung des Weltgebetstages 2018 trafen sich im Kloster Antonius in Lüdinghausen 20 Frauen zu einem Bibelnachmittag aus den kfd-Regionen Coesfeld, Dülmen, Lüdinghausen und Werne. Eingeladen hatten die kfd und die Ev. Frauenhilfe.

Pastoralreferentin Dorothea Tappe und Renate Tenner von der Ev. Frauenhilfe führten gemeinsam durch den Nachmittag. Gisela Budde, Sprecherin des Arbeitskreises Weltgebetstag , begrüßte die Frauen. Die Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag 2018 ist von Frauen aus Surinam erstellt und aus der Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis 1,1-2,3 ausgesucht worden.

Das Motto des Weltgebetstages lautet: „Gottes Schöpfung ist sehr gut“. Renate Tenner bat die Frauen aufzuschreiben, was sie an den heutigen Tag als sehr gut bezeichnen würden und dieses dann mit einer Frau aus der Runde zu besprechen. Damit konnten die Frauen den Begriff „sehr gut“ für sich definieren und anschließend auf die Aussage „Gottes Schöpfung ist sehr gut“ übertragen.

An verschiedenen Beispielen wurde überlegt, was jede Teilnehmerin persönlich mit der Schöpfungsgeschichte anfangen kann. Das Ergebnis fiel sehr unterschiedlich aus. „Daran konnte man schon erkennen, dass die Schöpfungsgeschichte kein leichtes Thema ist“, schreibt der Arbeitskreis in einer Pressemitteilung.

Dorothea Tappe bat die Frauen, nach ihren eigenen Erinnerungen ein Schöpfungsbild aus farbigen Tüchern, Menschen, Tieren und Bäumen zu legen. Sehr bewusst wurde den Frauen dabei: Es gibt zwei Schöpfungsberichte und dazu noch verschiedene Übersetzungen.

Anschließend wurde mit verschiedenen Sprecherinnen Texte aus der Weltgebetstagsordnung gelesen. Nachdem schon bei der Erstellung der Mitte viele Fragen auftauchten und diskutiert wurden, las Dorothea Tappe die Schöpfungserzählung der Priesterschrift vor. Obwohl diese lebhaft diskutiert wurde, konnten befriedigende Erklärungen und wissenschaftliche Antworten nicht gefunden werden. Gott hat alles gut geschaffen, aber nicht erschaffen. Es gab vorher „Chaosmächte“. Diese hat Gott in die Schranken gewiesen.

„Auch heute erleben wir Chaosmächte als lebensfeindlich und lebensbedrohend“, schreiben die Frauen. „Wie können wir diese in Schranken weisen, um gutes Leben für alle zu ermöglichen?“ Das war eine der zentralen Fragen für die Teilnehmerinnen, die beeindruckt und nachdenklich den Heimweg antraten.

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