Jugendfeuerwehr
24 Stunden wie die Profis

Nottuln -

Früh übt sich, wer ein Berufsfeuerwehrmann werden möchte. Die Nottulner Jugendfeuerwehr jedenfalls schnupperte schon mal rein.

Sonntag, 19.11.2017, 14:11 Uhr

Die Jugendfeuerwehrleute im Kreis ihrer Ausbilder und weiterer Feuerwehrleute um den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Johannes Greve (r.).
Die Jugendfeuerwehrleute im Kreis ihrer Ausbilder und weiterer Feuerwehrleute um den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Johannes Greve (r.). Foto: Corona Büning

Allzeit zum Einsatz bereit waren die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr in Nottuln am Wochenende, denn es war Berufsfeuerwehrtag. Das bedeutete für die Jugendlichen und die Feuerwehrmänner, die sie betreuten, eine 24-Stunden-Schicht von Samstag auf Sonntag – und eine Nacht im Feuerwehrgerätehaus.

Sechs bis sieben Einsätze waren für die Jugendlichen vorbereitet worden und riefen sie während der gesamten 24 Stunden immer wieder zur Aktion. So übten sie bei einem Einsatz auf dem Gelände der Firma Hollenhorst den Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern, so erlebten sie einen Gasunfall in einem Abrisshaus an der Steinstraße, bei einem anderen Szenario das Auseinanderschneiden eines Pkw, und natürlich wurde auch das Feuerlöschen nicht ausgelassen.

Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr

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  • Foto: Jugendfeuerwehr Nottuln
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Beim Berufsfeuerwehrtag geht es neben dem Training und dem Aneignen von Routine vor allem darum, den Jugendlichen zu zeigen, wie die Arbeit von Berufsfeuerwehrleuten aussieht. Das erklärte Stephan Gorke als Leiter der Jugendfeuerwehr im Gespräch mit unserer Zeitung. Und die Motivation der Jungfeuerwehrleute sei hoch. Sie selbst, so Stephan Gorke, hätten es sich gewünscht, dass der Berufsfeuerwehrtag einmal im Jahr stattfindet.

Doch die Gelegenheit wurde auch noch zu einem anderen Zweck genutzt: Die Jugendfeuerwehr bekam eine neue Leitung. Stephan Gorke, seit November 2015 Jugendfeuerwehrwart, gab dieses Amt an Jan Elpers ab. Neben seiner Vorfreude auf die Zusammenarbeit mit Jan Elpers fand Johannes Greve, der Leiter der Feuerwehr Nottuln, auch viele lobende Worte für den scheidenden Jugendfeuerwehrwart: „Du hast mit Hilfe deiner Ausbilder die Jugendfeuerwehr wieder dahin gebracht, wo wir sie hinhaben wollen.“

Und die Zahlen geben Greve Recht: 26 Mitglieder zählt die Jugendfeuerwehr in Nottuln zurzeit, 22 Jungen und vier Mädchen, die höchstmögliche Anzahl. „Mehr kriegen wir im Einsatz gar nicht transportiert“, begründete Jan Elpers. Und die hohe Zahl scheint auch zukunftsfähig zu sein, denn für acht Mitglieder, die im nächsten Jahr zur aktiven Wehr wechseln, stehen schon jetzt acht Neuaufnahmen fest.

Doch trotz aller Freude und Formalitäten waren die Jugendlichen immer noch in Bereitschaft. Und so folgte schon eine halbe Stunde nach dem Führungswechsel der nächste Einsatz.

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