Schapdettener für Schapdetten
Große Resonanz auf neue Idee

Schapdetten -

Service-Wohnen in Schapdetten: Die neue Idee des Vereins „Schapdettener für Schapdetten“ hat viele Bürger auf den Plan gerufen.

Dienstag, 28.11.2017, 17:11 Uhr

Rappelvoll war das Pfarrheim, als Dr. Dietmar Thönnes den Schapdettenern die ersten Ideen für ein Service-Wohnen an der Stelle des ehemaligen „Landhauses“ vorstellte.
Rappelvoll war das Pfarrheim, als Dr. Dietmar Thönnes den Schapdettenern die ersten Ideen für ein Service-Wohnen an der Stelle des ehemaligen „Landhauses“ vorstellte. Foto: Iris Bergmann

Wenn der Verein „ Schapdettener für Schapdetten“ eine Idee für das Dorf hat und die Bürger zur Versammlung ruft, dann kann es schon mal eng werden. So geschehen am Montagabend, als Walburga Niemann, Vorsitzende des Vereins, und einige Helfer immer mehr Stühle heranschleppen mussten, bis der große Raum im Pfarrheim schier aus den Nähten platzte. Die Idee, die alle auf den Plan rief: Das alte „Landhaus Schapdetten“ abreißen und dafür Service-Wohneinheiten für ältere Menschen bauen.

Dr. Dietmar Thönnes war es, der sich schon geraume Zeit nicht nur mit der Idee beschäftigt, sondern auch schon konkrete Gespräche geführt hat: Mit dem Eigentümer, der Bürgermeisterin, den direkten Nachbarn und mit Bettina Kerkhoff , Leiterin der Sparkasse Westmünsterland. „Wenn Sie im Dorf ganz viele finden, die das auch gut finden, dann kommen Sie wieder und wir machen was, hat Bettina Kerkhoff gesagt“, erzählte Dr. Thönnes begeistert.

Er hat es aber nicht bei Gesprächen belassen, sondern in Stefan Dinkelborg aus Lüdinghausen auch einen Architekten gefunden, der einen ersten Entwurf entwickelt hat, den Thönnes am Montagabend vorstellte.

Das Grundstück hat eine Größe von 1340 Quadratmetern. „Es ist ein Schapdettener Filetstück.“ Das alte Gebäude sei dermaßen marode, dass es nur abgerissen werden könne. Entstehen könnten dann in ähnlicher Weise zwei Baukörper mit je zwei Vollgeschossen und einem Obergeschoss, die ein sogenannter Mittelriegel verbindet. Das Erdgeschoss könnte eine Tagespflege, Serviceräume, einen Veranstaltungsraum und eventuell sogar ein kleines Café beherbergen. Im Ober- und Dachgeschoss würden zwölf Wohnungen in einer Größe zwischen 40 und 80 Quadratmetern entstehen. Alle mit Balkon und barrierefreiem Bad. Hinzu kämen 18 Pkw-Stellplätze. Preislich lägen die Wohnungen etwa bei 2900 Euro pro Quadratmeter. Die Gesamtinvestition ist mit 3,8 Millionen Euro veranschlagt.

Dass eine solche Anlage erfolgreich sein kann, davon erzählte Martina Rosenberger. Sie hat in Castrop-Rauxel einen Pflegedienst und im vergangenen Jahr ein ähnliches Projekt gestemmt. „Ich hatte mehr Interessenten als Wohnungen“, berichtete sie.

Ob das in Schapdetten ähnlich sein kann, soll nun eine Bürgerbefragung ergeben, die dann für die Machbarkeitsstudie genutzt wird. Dazu hat Dr. Dietmar Thönnes den anwesenden Bürgern einen Fragebogen mitgegeben. „Wir müssen erfahren, ob die Schapdettener ein neues ‚Landhaus‘ annehmen wollen.“ Dann könne man zusammen mit der Sparkasse auf Investorensuche gehen.

Fragebogen und Kontaktdaten

Der Verein „Schapdettener für Schapdetten“ hat einen Fragebogen zur Machbarkeitsstudie entwickelt, der unverbindlich und auf Wunsch auch anonym ausgefüllt werden kann und an dem sich auch Nicht-Schapdettener beteiligen können. Erhältlich ist er über den Verein. Der Fragebogen kann im Dorfladen oder bei Dr. Dietmar Thönnes, Hamkamp 8, bis Ende Januar abgegeben werden. Für Fragen steht Dr. Thönnes per Mail dietmar.thoennes@online.de oder unter der Rufnummer 0151/43239858 zur Verfügung.

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