Friedensinitiative: Weihnachtsaktion
Helfen am Horn von Afrika

Nottuln -

Die traditionelle Weihnachts-Spendenaktion der Friedensinitiative findet diesmal zugunsten von „Tierärzte ohne Grenzen“ statt.

Mittwoch, 06.12.2017, 09:12 Uhr

Diese Tierpfleger (hier mit Friederike Schulze Hülshorst) wurden von den „Tierärzten ohne Grenzen“ ausgebildet. Gesunde Tiere bedeuten Leben in einem Land wie dem Südsudan, das von Hungersnot bedroht ist.
Diese Tierpfleger (hier mit Friederike Schulze Hülshorst) wurden von den „Tierärzten ohne Grenzen“ ausgebildet. Gesunde Tiere bedeuten Leben in einem Land wie dem Südsudan, das von Hungersnot bedroht ist. Foto: Tierärzte ohne Grenzen

Im Rahmen einer Weihnachtsspendenaktion bittet die Friedensinitiative Nottuln (FI) wieder um Spenden für Menschen, deren Lebensbedingung katastrophal sind, die vom Hungertod bedroht sind. In diesem Jahr bittet die FI um Unterstützung für die Organisation „Tierärzte ohne Grenzen“ (ToG). Die relativ kleine Organisation leistet in den Ländern Nordsudan, Südsudan, Äthiopien, Kenia und Somalia wichtige und sehr effektive Arbeit im Kampf gegen den Hunger.

Norbert Wienke , Geschäftsführer der FI: „Dass heute noch Menschen auf der Welt sterben müssen, weil sie zu wenig oder nichts zu essen haben, ist ein Skandal.“ Aktuell seien über zwei Millionen Menschen im Südsudan von Hungersnot und Hungertod bedroht. Wenn nicht sofort Hilfe komme, sei 2018 eine Hungerkatastrophe dort nicht mehr abzuwenden.

Rund 5,5 Millionen Menschen – etwa die Hälfte der Menschen im Südsudan – litten bereits unter Nahrungsmittelknappheit. Das berichteten die Vereinten Nationen. Und das Elend – so die FI – gehe weiter: „Am Horn von Afrika droht durch die anhaltende Trockenheit eine verheerende Hungersnot. Die Lage in Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien spitzt sich dramatisch zu: Insgesamt 15 Millionen Menschen brauchen dort dringend humanitäre Hilfe.“

Unter dem Motto „Wenn Tiere Leben bedeuten“ engagiert sich ToG seit mehr als 20 Jahren für Menschen in Afrika, deren Existenz von der Tierhaltung abhängt. Rinder, Schafe, Ziegen, Kamele und Hühner geben ihnen, was sie zum Leben brauchen, so ToG-Bundesgeschäftsführerin Friederike Schulze Hülshorst. „Wir helfen den Menschen, ihre Lebensgrundlage zu erhalten.“ Dabei strebt ToG eine ganzheitliche Entwicklungszusammenarbeit an. So umfassen die Projekte: Tiergesundheit, Ernährungssicherung, Lebensmittelhygiene, Agrarwirtschaft, Einkommenssicherung, Dürreprävention, Infrastruktur und Wiederaufbau. Milch, Eier und Fleisch sind wichtige Grundnahrungsmittel und machen bis zu 60 Prozent der Ernährung aus. Tiere dienen zudem als Arbeitskraft, liefern Rohstoffe wie Leder, Haare und Fell und haben eine hohe kulturelle Bedeutung.

Der Verkauf von Tieren stellt oft die einzige Einkommensquelle dar. Erkranken die Tiere, ist die Lebensgrundlage der Menschen in Gefahr. Zudem sind viele Tierkrankheiten auch für Menschen ansteckend. Eine gute tiermedizinische Versorgung ist deshalb für die Menschen lebenswichtig.

Helfen kann jeder durch Spenden: Für den Gegenwert von 30 Euro kann ToG eine Ziege verschenken. Eine Ziege ist besonders widerstandsfähig, kann sich auch von verdorrten Pflanzen ernähren und so Zeiten mit geringem Niederschlag und wenig Futter überstehen.

Für den Gegenwert von 50 Euro kann ToG fünf Hühner verschenken. In vielen Regionen Afrikas ist die Rinderhaltung Männersache. Hühner dagegen stellen insbesondere für von Frauen geführte Familien eine wichtige Nahrungs- und Einkommensquelle dar.

Die Ausbildung eines Tiergesundheitshelfer kostet 100 Euro. Die Ausbildung sorgt auch in entlegenen ländlichen Regionen für eine veterinärmedizinische Grundversorgung und bietet Beratung für die Tierhalter an.

Spenden können eingezahlt werden auf das Konto der Friedensinitiative Nottuln bei der Sparkasse Westmünsterland, IBAN: DE49 4015 4530 0082 5027 17 oder Kontonummer 8250 2717, BLZ 401 545 30, Stichwort „Tierärzte ohne Grenzen“

Abzugsfähige Spendenquittungen schickt die FI unaufgefordert zu, wenn Name und Anschrift bei der Überweisung mitgeteilt werden. Weitere Infos im Internet.

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