Chorgemeinschaft St. Bonifatius
Ein echter Ohrenschmaus

Schapdetten -

Der Platz in der Schapdettener Kirche reichte kaum aus. Viele Musikfreunde kamen zum Weihnachtskonzert der Chorgemeinschaft. Sie wurden nicht enttäuscht.

Montag, 08.01.2018, 20:01 Uhr

Festliche Stimmung in der übervollen St.-Bonifatius-Kirche. Die Chorgemeinschaft unter Leitung von Irmhild Weiper hatte zum großen Weihnachtskonzert eingeladen.
Festliche Stimmung in der übervollen St.-Bonifatius-Kirche. Die Chorgemeinschaft unter Leitung von Irmhild Weiper hatte zum großen Weihnachtskonzert eingeladen. Foto: Iris Bergmann

Klein und zierlich verschwand die Blockflöte fast in den Händen von Dietmar Thönnes . Was er aber diesem kleinen Instrument an Tönen entlockte, war großartig und begeisterte das Publikum in der Schapdettener Kirche St. Bonifatius. Die gleichnamige Chorgemeinschaft hatte zum traditionellen Weihnachtskonzert eingeladen – und das Gotteshaus platzte schier aus allen Nähten.

Wenn Chorleiterin Irmhild Weiper mit ihren Sängerinnen und Sängern arbeitet, dann kann sich das Repertoire sehen lassen und wird das Ergebnis perfekt. Mit der relativ selten aufgeführten Chiemsee-Messe MH 546 „Missa in honorem Sanctae Ursulae“ von Johann Michael Haydn, dem jüngeren Bruder Joseph Haydns, bot der Chor gemeinsam mit den Solisten Katrin Reimann (Sopran), Astrid Strege und Petra Klesy (beide Alt) sowie Konstantin Vosshoff (Tenor) und Reinhard Kohl (Bass) einen echten Ohrenschmaus.

Weihnachtskonzert der Chorgemeinschaft St. Bonifatius Schapdetten

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  • Chorleiterin Irmhild Weiper freute sich riesig über das Können „ihrer“ Chorgemeinschaft.

    Foto: Iris Bergmann
  • Dietmar Thönnes begeisterte mit seinem Blockflötenspiel.

    Foto: Iris Bergmann
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Sei es das Kyrie, das wie klanggewordener Jubel erschien, oder das Gloria, Credo, Sanctus, das Benedictus und am Ende das Agnus Dei, das durch die Akustik der Kirche noch unterstrichen wurde. So manche Zuschauerhand zuckte und wollte zwischen den Stücken der Chorgemeinschaft applaudieren, musste sich das aber bis zum Schluss aufbewahren, darum hatte die Chorleiterin gebeten.

Begleitet wurden Chor und Solisten von einem Streicherensemble unter der Leitung von Christine Rudolf sowie einem Bläserensemble. An der Orgel saß Johannes Limbach. Sie alle unterstrichen auch die feinen Töne, die Dietmar Thönnes beim Concerto C-Dur von Antonio Vivaldi der Blockflöte entlockte. Das Allegro „zwitscherte“ naturgemäß fröhlich, aber auch im Largo glänzte die kleine Flöte. Beides war ein Genuss für die Ohren.

Mit „Jauchzet dem Herrn“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy hatte die Chorgemeinschaft das Konzert begonnen, die Frauen des Chores ließen wunderbar das „Salve Regina“ von Josef Gabriel Rheinberger erklingen. Chorleiterin Irmhild Weiper hatte ihre helle Freude an den Stücken, auch als Chorgemeinschaft, Solisten und Publikum, begleitet von den Instrumentalisten, gemeinsam sangen.

In die Freude von Irmhild Weiper mischte sich allerdings auch Wehmut. Denn als am Ende der begeisterte Applaus des Publikums abgeebbt war, hatte Dechant Norbert Caßens die Aufgabe, die beliebte Chorleiterin in den Ruhestand zu verabschieden. Natürlich nicht, ohne eine musikalische Zugabe der Schapdettener Chorgemeinschaft.

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