„Echte“ Schokoladen-Nikoläuse
1414 Euro für den guten Zweck

Nottuln -

Monika Hülsbömer ist zufrieden: „Alles verkauft.“ Zum zwölften Mal führte sie die Nikolaus-Aktion durch. Vom Erlös profitieren Projekte der Hospizbewegung Nottuln und von Schwester Raphaela Händler.

Mittwoch, 10.01.2018, 21:01 Uhr

Die Schokoladen-Nikolaus-Aktion war wieder erfolgreich. Monika Hülsbömer überreichte gestern symbolisch 707 Euro an Rüdiger Runge von der Hospizbewegung Nottuln. Die zweite Hälfte des Erlöses ging an Schwester Raphaela Händler.
Die Schokoladen-Nikolaus-Aktion war wieder erfolgreich. Monika Hülsbömer überreichte gestern symbolisch 707 Euro an Rüdiger Runge von der Hospizbewegung Nottuln. Die zweite Hälfte des Erlöses ging an Schwester Raphaela Händler. Foto: Ludger Warnke

Wenn die Spedition alljährlich die vollbepackte Europalette liefert, ist das schon ein beeindruckender Anblick. Schließlich geht es um 1344 „echte“ Schokoladenikoläuse, verpackt in 24 Kartons zu je 56 Stück. Doch Monika Hülsbömer muss sich keine Sorgen machen, dass sie auf dieser Ware sitzen bleibt. Die von ihr seit zwölf Jahren ehrenamtlich organisierte und mit Unterstützung der Kirchengemeinde St. Martin durchgeführte Nikolaus-Aktion hat sich etabliert. Gestern zog die Nottulnerin eine positive Bilanz: „Alles verkauft.“ Nach Abzug der Kosten verblieb ein Reinerlös von 1414 Euro. Geld, mit dem nun sinnvolle Projekte unterstützt werden. Jeweils 707 Euro gingen an Schwester Raphaela Händler in Afrika und an die Hospizbewegung in Nottuln.

Wie sehr die Aktion bei den Menschen in der Gemeinde verankert ist, zeigt folgendes Beispiel: „Bereits im Oktober gab es die ersten Anfragen nach dem echten Schokoladen-Nikolaus“, berichtete Monika Hülsbömer gestern. Ein großer Abnehmer sei auch immer das Alexianer-Martinistift Appelhülsen, das den Schokoladen-Nikolaus als kleines Präsent für die Mitarbeiter nutze. Nicht zuletzt sind es aber die vielen einzelnen Käufer, die zum Stückpreis von 2 Euro ein oder mehrere Exemplare erwerben und damit gleichzeitig etwas Gutes tun.

Seit nunmehr zwölf Jahren gibt es in der Gemeinde anstelle der inzwischen üblich gewordenen Schokoladen-Weihnachtsmänner den „echten“ Schokoladen-Nikolaus mit Mitra, Bischofsstab und Evangeliar. Mehr als 12 000 Euro hat die Aktion mittlerweile insgesamt erzielt. Die Unterstützung für Schwester Raphaela ist gesetzt. „Damit fing es schließlich an“, betonte Monika Hülsbömer. Doch griff sie die Anregung auf, auch örtliche Gruppen zu unterstützen, zumal die Erlöse wuchsen. So durften sich zum Beispiel schon die Aktion „Jedem Kind ein Mittagessen“, der Verein „Gemeinsamer Unterricht“ an der St.-Martinus-Schule und die Flüchtlingshilfe (Initiative Deutschstunde) über eine schöne Geldspende freuen. Monika Hülsbömer: „Alle arbeiten ehrenamtlich, das möchte ich gerne unterstützen.“

Gestern freute sich Rüdiger Runge vom Vorstand der Hospizbewegung über die 707-Euro-Spende. Das Geld werde gezielt für das Projekt „Hospiz macht Schule“ verwendet, berichtete er. Insgesamt vier vierte Klassen (eine aus der Sebastianschule Darup und drei der Astrid-Lindgren-Schule Nottuln) kommen in diesem Jahr in den Genuss des Projektes. Ein Projekt, das in Darup bereits seit rund zehn Jahren und an der Astrid-Lindgren-Schule nun zum vierten Mal durchgeführt wird.

Auch das Projekt „Hospiz macht Schule“ ist etabliert. Sieben, besonders geschulte Mitglieder der Hospizbewegung nehmen sich für jede Klasse eine Woche lang Zeit. In Kleingruppen wird behutsam über das Werden und Wandeln gesprochen, über Krankheit und Tod, auch über das Traurig sein genau wie über das Trösten.

Von Lehrern und Eltern gibt es viele positive Rückmeldungen. „Wir hören immer wieder, wie gut das Projekt für das Sozialverhalten der Kinder und für den Zusammenhalt in der Klassengemeinschaft ist“, erzählt Rüdiger Runge.

Beim Projekt kommt auch viel Anschauungsmaterial zum Einsatz. Die Spende aus der Schokoladen-Nikolaus-Aktion ist da ein schöner Beitrag zur Finanzierung.

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