Neue Ausstellung
Echte Handarbeit

Nottuln/Schapdetten -

Heinz Surholt schätzt Handarbeit und schöne Steine. Der Schapdettener hat die Steinbildhauerei für sich entdeckt und stellt aktuell einige seiner Werke in der Goldschmiede von Cornelia Hohberg aus.

Sonntag, 14.01.2018, 19:01 Uhr

Ein Torso aus dunklem Alabaster, eine bearbeitete Stele aus Sandstein, dass sind zwei von zwölf Exponaten, die der Schapdettener Heinz Surholt im Geschäft von Cornelia Hohberg aktuell ausstellt.
Ein Torso aus dunklem Alabaster, eine bearbeitete Stele aus Sandstein, dass sind zwei von zwölf Exponaten, die der Schapdettener Heinz Surholt im Geschäft von Cornelia Hohberg aktuell ausstellt. Foto: Ludger Warnke

Es ist eine schöne, eine passende Symbiose. Davon sind Cornelia Hohberg und Heinz Surholt überzeugt. Die Nottulner Goldschmiedemeisterin beschäftigt sich mit funkelnden Edelsteinen und glänzenden Edelmetallen und liebt das Handwerkliche an ihrem Beruf. Handarbeit und schöne Steine schätzt auch Heinz Surholt. Der in Schapdetten lebende, pensionierte Finanzbeamte hat die Steinbildhauerei für sich entdeckt. Widmete er sich anfangs dem Baumberger Sandstein, ist es nun auch afrikanischer Serpentin und Alabaster, dem er wundervolle Formen und Farben entlockt.

Zwölf gewichtige Exponate des Schapdetteners sind aktuell in der Goldschmiede Hohberg (Stiftsstraße 1) in Nottuln zu sehen. „Ich habe schon an mehreren Ausstellungen teilgenommen, aber zum ersten Mal zeige ich meine Werke in Nottuln“, erzählt Surholt und ist schon ganz gespannt auf die Reaktionen.

Es war ein Zufall, der zu dieser Ausstellung führte. Der Schapdettener sah die Schaufensterdekoration der Goldschmiede und war so begeistert, dass er einfach hineinging und bei Cornelia Hohberg nach einer Ausstellungsmöglichkeit fragte. Diesem Wunsch kam die Goldschmiedemeisterin gerne nach.

Heinz Surholt, der seine künstlerische Passion vor 40 Jahren mit der Malerei begann, entdeckte vor etwa zehn Jahren die Steinbildhauerei für sich. In verschiedenen Workshops und Kursen bei renommierten Steinbildhauern eignete er sich die Fähigkeiten der Steinbearbeitung an. Anfangs verwendete er Baumberger Sandstein, später kamen Serpentin und Alabaster dazu. Serpentin deshalb, weil aus ihm die afrikanischen Shona-Skulpturen sind, die den Schapdettener so sehr begeistern. Am Serpentin schätzt Surholt aber auch die besondere Härte und vor allem die Intensität der Farben, die durch das Polieren entsteht.

Wenn er sich einen Steinbrocken vornimmt, hat er durchaus eine Vorstellung, was daraus werden könnte. Doch letztlich sei es der Stein, der ihn zum Endergebnis führe. Ein Einschluss, eine Verfärbung, das könne zu einer Veränderung der Bearbeitung und damit auch zu einem anderen Ergebnis führen. „Man muss mit dem Stein arbeiten, nicht gegen ihn“, betont Surholt.

So entstehen Skulpturen oftmals in fließenden Formen, die das Exponat auch gut mit den Händen erfahrbar machen. Bewusst gibt der Schapdettener seinen Werken keine Namen, um die Fantasie des Betrachters nicht einzuengen. Der Torso aus dunkelbraunem Alabaster, die polierte, grün schimmernde Kugel, die halb aus einem Serpentinbrocken hervorlugt, diese und die anderen Werke lassen die Gedanken fliegen.

Wert legt der Schapdettener aber nicht nur auf den ästhetischen Ausdruck, sondern auch auf die Technik. Alle Arbeitsschritte erfolgen ausschließlich in Handarbeit.

Handarbeit, das ist auch für Goldschmiedin Cornelia Hohberg wichtig. Sie freut sich, den insgesamt zwölf Exponaten (vier Arbeiten aus Sandstein, zwei aus Alabaster und sechs aus Serpentin) eine vorübergehende Heimat geben zu können.

Die Ausstellung läuft bis Ende Februar und ist zu den Öffnungszeiten zu besichtigen (dienstags bis freitags 9.30 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, samstags 9.30 bis 12.30 Uhr).

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