Projekt für Appelhülsen
Salmbreitenbach wird aufgewertet

Appelhülsen -

Die Gemeindewerke investieren rund 200 000 Euro in ein Projekt zur Aufwertung des Salmbreitenbaches.

Mittwoch, 14.02.2018, 18:02 Uhr

In diesem Bereich des Salmbreitenbaches zwischen Ostlandstraße und Bahndamm soll die Sekundäraue angelegt werden.
In diesem Bereich des Salmbreitenbaches zwischen Ostlandstraße und Bahndamm soll die Sekundäraue angelegt werden. Foto: Gemeindewerke Nottuln

Die Gemeindewerke Nottuln beginnen in dieser Woche mit den vorbereitenden Arbeiten für das Projekt „Strukturverbesserung Salmbreitenbach“ in Appelhülsen. Das Projekt verfolgt zwei Ziele: Zum einen geht es um eine Verbesserung des Hochwasserschutzes, zum anderen soll die Gewässerökologie spürbar optimiert werden. „Rund 200 000 Euro Eigenmittel investieren die Gemeindewerke in diese Maßnahme“, erläuterte am Montag Diplom-Ingenieur Michael Diekmann im WN-Gespräch.

Konkret geht es um den Abschnitt des Salmbreitenbaches zwischen Ostlandstraße und Bahndamm, beginnend von der Einmündung des Baches in die Stever kurz vor dem Bahndurchlass bis zur Ecke des sogenannten Kinderwaldes. In diesem Bereich soll auf der Gemeindefläche eine Sekundäraue als Überflutungsfläche und Regenrückhaltung im Gewässer entstehen, erläuterte Diekmann. Die am Bach angrenzende Fläche des Kinderwaldes wird dafür um etwa einen Meter abgesenkt. Bei Regenereignissen steht diese Fläche dann als zusätzlicher Wasseraufnahmeraum zur Verfügung. Dadurch werden Oberlauf und Mündungsbereich des Salmbreitenbaches entlastet.

Nach Auskunft von Michael Diekmann befinden sich am Salmbreitenbach aufgrund der Bebauung zahlreiche Einleitungen, die Regenwasser ungedrosselt in den Bach leiten. Da man nicht für jede einzelne Einleitung eine Regenrückhaltung bauen könne, habe man sich für die Anlegung einer Sekundäraue entschieden.

In Vorbereitung der Erdarbeiten wird die Fläche zum Ende dieser Woche zunächst einmal gerodet. „Der vorhandene Baumbestand wird zu etwa zwei Dritteln entfernt“, kündigte Michael Diekmann an. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Fläche dann entsprechend der landschaftspflegerischen Begleitplanung mit standorttypischen Gehölzen so wieder aufgeforstet, dass eine Verbesserung der Gewässerstruktur erzielt wird. Und das ist dann gut für die Ökologie in diesem Bereich. Es entstehen Wasserwechselzonen, also Nass-Trocken-Bereiche, sowie naturnahe Uferbereiche, die sich positiv auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirken. „Wir erzielen hier einen ökologischen Wertzuwachs. Denn das Gebiet wird nun auch für andere Tiere und Pflanzen interessant, die sich dort bislang nicht angesiedelt haben“, erläuterte Diekmann.

Übrigens: Das komplette Projekt haben die Gemeindewerke zuvor mit der Unteren Naturschutz- und der Unteren Wasserbehörde des Kreises Coesfeld abgestimmt.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5524654?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Alleinunfall: Motorradfahrer erleidet schwerste Verletzungen
29-Jähriger zwischen Lengerich und Tecklenburg-Leeden verunglückt: Alleinunfall: Motorradfahrer erleidet schwerste Verletzungen
Nachrichten-Ticker