Christophorus-Kliniken
Telemedizin birgt großes Potenzial

Nottuln/Dülmen -

Die Christophorus-Kliniken mit ihren Standorten in Nottuln, Coesfeld und Dülmen sehen sich für die Zukunft gut aufgestellt. Beim Neujahrsempfang gab es Einzelheiten.

Montag, 19.02.2018, 18:02 Uhr

Zufrieden mit der Entwicklung (v.l): Dr. Christian Heitmann (zeb Münster), Dr. Martin Mühlmeyer (leitender Anästhesist Coesfeld), Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies, Ärztlicher Direktor Dr. Wilhelm Oelenberg, Peter Briewig und Geschäftsführer Dr. Jan Deitmer.
Zufrieden mit der Entwicklung (v.l): Dr. Christian Heitmann (zeb Münster), Dr. Martin Mühlmeyer (leitender Anästhesist Coesfeld), Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies, Ärztlicher Direktor Dr. Wilhelm Oelenberg, Peter Briewig und Geschäftsführer Dr. Jan Deitmer. Foto: Stefan Bücker

Als Premierenveranstaltung in der neu geschaffenen Cafeteria fand jetzt der Neujahrsempfang der Christophorus-Kliniken im Dülmener Franz-Hospital statt. In einen stimmungsvollen Rahmen waren unter anderem zwei spannende Vorträge zum Thema Digitalisierung und Telemedizin eingebettet.

Nach der Begrüßung durch Dr. Wilhelm Oelenberg, Ärztlicher Direktor der Christophorus-Kliniken, blickte Peter Briewig auf die Geschichte der Fusion der drei Häuser in Nottuln, Dülmen und Coesfeld zurück. Der Vorsitzende der Stiftung Franz-Hospital: „Die Verschmelzung der Krankenhäuser ist ein komplexer Vorgang gewesen. Die Vernunftsehe hat sich zu einer Liebesheirat entwickelt, bei der allein die Phase mit den Schmetterlingen im Bauch gefehlt hat.“ Als Arbeitgeber stünden die Christophorus-Kliniken in einer aktuellen Umfrage unter angehenden Medizinern bundesweit auf Rang vier von über 400 Krankenhäusern.

Die Funktionalität der Cafeteria als multimedial ausgestatteter Vortragsraum demonstrierten die beiden Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies und Dr. Jan Deitmer. „Geschäftsführerwechsel“ war in großen Lettern auf einem Bildschirm zu lesen. Gemeint war allerdings kein personeller, sondern ein struktureller Wechsel. Operatives und strukturelles Geschäft werden fortan getrennt, und mit Dr. Jan Deitmer wurde ein zweiter Geschäftsführer eingesetzt, von dem sich die Kliniken neue Impulse versprechen. Gleichzeitig erhält Geschäftsführer Dr. Mark Lönnies mehr Raum für die der rasanten Entwicklung der Kliniken geschuldeten zusätzlichen Aufgaben.

Lönnies und Deitmer gingen auf die sich schnell wandelnden Rahmenbedingungen ein, die sich unter anderem durch das Maßnahmenbündel der Landesregierung im finanziellen Bereich ergeben. Einer gestiegenen Förderung im Vorjahr stünde eine erhebliche Verringerung der finanziellen Unterstützung in 2018 gegenüber. Neben der Optimierung der Versorgungssituation solle mit dem Geburts- und Hebammenzentrum am Standort Coesfeld auch ein Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität des Krankenhauses geleistet werden.

Hinsichtlich der Versorgungsverantwortung werde am Dülmener Standort das Chirurgische Portal zu einer Chirurgischen Ambulanz ausgebaut, das durch personelle Verstärkung auch die Unfallversorgung während der Schulzeiten abdecken könne.

Dr. Christian Heitmann, Leiter im Bereich Health Care in der Unternehmensgruppe zeb Münster, beleuchtete die Bedeutung der Digitalisierung für das Gesundheitswesen. Er kritisierte die Rückständigkeit in der Nutzung und nannte Beispiele: Eine deutliche Hilfe sei bereits heute in Amerika die Digitalisierung bei der zentralisierten Beobachtung von Patienten auf Intensivstationen. Sturzsensoren oder Windeln mit Nässesensoren könnten eine bedarfsgerechte Pflege fördern, die gleichzeitig effizienter sei.

Der leitende Anästhesist des Coesfelder Krankenhauses, Dr. Martin Mühlmeyer, stellte das dreijährige Projekt TELnet@NRW vor, in das auch die Christophorus-Kliniken eingebunden sind. Die Telemedizin stelle ein großes Potenzial zur Entlastung und gleichzeitig zur Verbesserung des Gesundheitsapparates und der medizinischen Versorgung dar. Der Nutzen sei sowohl für die Patienten als auch für das medizinische und pflegerische Personal immens. Diese „telemedizinischen Interventionen“ werden im Coesfelder Krankenhaus ab Juli erprobt.

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