Stinka im „Neufundland“
Um die Schwächsten kümmern

Nottuln -

Der Landtagsabgeordnete André Stinka war zu Gast im Sozialkaufhaus „Neufundland“ – und zeigte Perspektiven der Sozialpolitik auf.

Mittwoch, 21.02.2018, 19:02 Uhr

Freuten sich über die gute Entwicklung des „Neufundlandes“ (v.l.): Christoph Irzik, Geschäftsführer der A&QUA, MdL André Stinka, Bürgermeisterin Manuela Mahnke und ihr Vorgänger Peter Amadeus Schneider.
Freuten sich über die gute Entwicklung des „Neufundlandes“ (v.l.): Christoph Irzik, Geschäftsführer der A&QUA, MdL André Stinka, Bürgermeisterin Manuela Mahnke und ihr Vorgänger Peter Amadeus Schneider. Foto: A&QUA GmbH

Ein gutes halbes Jahr nach der Eröffnung besuchte der Landtagsabgeordnete André Stinka das Sozialkaufhaus „Neufundland“, um sich über die ersten Erfahrungen mit dem neuesten Projekt der A&QUA (gemeinnützige Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung) zu informieren. Begleitet wurde er von Bürgermeisterin Manuela Mahnke und ihrem Amtsvorgänger Peter Amadeus Schneider.

A&QUA-Geschäftsführer Christoph Irzik und seine Mitarbeiterin Ute Roszack zeigten sich zufrieden über die Startphase. Die Öffnung für alle Kaufinteressierten und die Lage im Ortskern hätten sich positiv ausgewirkt. Viele Kunden nutzten mittlerweile das Ladenlokal für einen kleinen Einkaufsbummel. Das Angebot, das von guter gebrauchter Kleidung über Kleinmöbel, Haushaltswaren, Dekorationsartikel und Bücher bis hin zu Schränken und Schreibtischen reiche, ergänze dabei das Angebot des lokalen Einzelhandels. Es werde ausreichend gespendet und gekauft.

Stinka und Irzik tauschten sich anschließend über die aktuelle Situation der Nottulner Beschäftigungsgesellschaft aus. Irzik informierte über die finanzielle Situation des Sozialunternehmens, das mittlerweile ohne nennenswerte Zuschüsse auskommen muss. In dieser Situation ist aus seiner Sicht besonders problematisch, dass für die pädagogische Betreuung der Plus-Jobber, die vom Jobcenter zugewiesen werden, anders als in anderen Kommunen keine Aufwandsentschädigung seitens des Jobcenters gezahlt werde. Selbst die Beiträge für die Berufsgenossenschaft muss die A&QUA selbst tragen, heißt es in einer Pressemitteilung des gemeinnützigen Unternehmens.

Die positive wirtschaftliche Situation im Kreis Coesfeld und die niedrige Arbeitslosigkeit nahm MdL Stinka zum Anlass, die Gruppe der Langzeitarbeitslosen besonders in den Fokus zu rücken. „Bei einer Arbeitslosenquote von um die drei Prozent muss es Ziel der heimischen Arbeitsmarktpolitik sein, sich besonders aktiv um den Personenkreis zu kümmern, der seit Jahren auf dem Arbeitsmarkt nicht Fuß fassen konnte.“

Das „Neufundland“ an der Hagenstraße 8 hat dienstags bis freitags von 13 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Spenden werden dienstags und samstags angenommen. Bezieher von „Hartz-IV“-Leistungen, Grundsicherung oder Leistungen nach der Asylgesetzgebung erhalten nach Vorlage eines entsprechenden Bescheides Rabatt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5541844?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker