Rupert-Neudeck-Gymnasium hilft „skate-aid“
Projektarbeit wird Herzenssache

Nottuln -

Arik Franke und Mathis Ostern vom Rupert-Neudeck-Gymnasium wollten eigentlich nur eine Projektarbeit schreiben. Aber dann...

Dienstag, 13.03.2018, 20:03 Uhr

Arik Franke (l.) und Mathis Ostern vom Rupert-Neudeck-Gymnasium engagieren sich für das Projekt „skate-aid“. Die original T-Shirts haben sie geschenkt bekommen.
Arik Franke (l.) und Mathis Ostern vom Rupert-Neudeck-Gymnasium engagieren sich für das Projekt „skate-aid“. Die original T-Shirts haben sie geschenkt bekommen. Foto: Iris Bergmann

„Wir hatten uns das etwas einfacher vorgestellt.“ Mathis Ostern und Arik Franke lachen. „Mal eben bei Titus Dittmann anrufen, das Interview machen und die Arbeit fertigstellen.“ Die beiden Jugendlichen aus dem Abiturjahrgang des Rupert-Neudeck-Gymnasiums hatten sich eigentlich nur für eine Projektarbeit mit dem Geschäftsmann Titus Dittmann beschäftigen wollen. Als sie jedoch dessen Projekt „skate-aid“ näher kennenlernten, wurde aus der Projektarbeit eine Herzensangelegenheit.

Der münstersche Geschäftsmann und Inhaber des „Skaters Palace“, Titus Dittmann, hat nach einer Afghanistan-Reise 2008 seine Stiftung „skate aid“ ins Leben gerufen, mit der er inzwischen Projekte für Kinder und Jugendliche in Krisengebieten unterstützt, dafür nicht nur Spenden generiert, sondern auch selber vor Ort erscheint und die Projekte eigenhändig vorantreibt. Diese ausgedehnte „Reisetätigkeit“ Dittmanns war dann auch der Grund dafür, weshalb das mit dem Interview nicht „mal eben“ geklappt hat.

Aber wie kamen sie überhaupt auf die Person Titus Dittmann? Sein Modelabel sei halt bekannt, erzählen Mathis Ostern und Arik Franke, und dann fanden sie heraus, dass Dittmann mit dem Namensgeber des Nottulner Gymnasiums, Rupert Neudeck, in Afghanistan zusammengearbeitet hat. „So haben wir zusätzlich noch einen Bezug zu unserer Schule“, freut sich Mathis.

Dass es mit dem Interview nicht auf Anhieb klappte, davon ließen sich die beiden Schüler nicht abschrecken. Sie nahmen Kontakt mit dem Management im „Skaters Palace“ auf. Mitarbeiter Jens Schnabel lud die Abiturienten prompt nach Münster ein. „Das war richtig klasse da!“ Die Begeisterung ist den beiden Schülern immer noch anzumerken.

Und so kam eins zum anderen: Aus einem geplanten Interview wurde ein eigenes kleines Spendenprojekt. Mathis und Arik kamen auf die Idee, Spendendosen aufzustellen, bekamen diese von „skate-aid“ zur Verfügung gestellt. Die Dosen befinden sich aktuell in einigen Geschäften und Lokalen in Nottuln. Zudem kauften die Jugendlichen die Biografie von Dittmann und stellten diese der Schulbibliothek zur Verfügung. Auch die Erlöse aus dem Getränke- und Snackverkauf beim „Osterhasenpokal“ der Schule soll in das „skate-aid“-Projekt fließen.

Und das Interview? Das bekamen sie natürlich doch noch, wenn auch auf etwas anderem Weg. Sie machten es per Mail. „Die Antworten waren authentisch, total locker, so wie er halt auch redet. Nicht gestelzt, kein Blabla“, so Mathis und Arik. Und was haben sie herausgefunden über den Geschäftsmann Titus Dittmann? „Er ist ambitioniert, positiv ehrgeizig und mit ganzem Herzen bei dem, was er tut.“

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