Liebfrauenschule
Auf der Suche nach dem verlorenen Lachen

Nottuln -

Schüler des zehnten Schuljahres haben Momente aus dem eigenen Alltag in Theaterszenen umgesetzt, in denen es nichts zu lachen gibt. Die Zuschauer erlebten ein Programm mit starken Emotionen.

Dienstag, 17.04.2018, 20:04 Uhr

Mit tollen Kostümen spielten die Schüler das Stück vom verlorenen Lachen.
Mit tollen Kostümen spielten die Schüler das Stück vom verlorenen Lachen. Foto: Liebfrauenschule Nottuln

Lampenfieber und Vorfreude an der Liebfrauenschule: Nach drei Projekttagen und einem halben Jahr Vorbereitung wurde morgens in der oberen Etage des alten Internatsgebäudes auf der Bühne des Fachbereiches „Darstellen und Gestalten“ noch für die am Abend stattfindende Aufführung des Theaterstückes „Auf der Suche nach dem verlorenen Lachen“ geprobt.

Der Kurs „Darstellen und Gestalten“ (DG) des zehnten Schuljahres hatte sich unter der Leitung von Regina Westhoff damit beschäftigt, Momente aus dem eigenen Alltag zu finden und in Szenen umzusetzen, in denen es nichts zu lachen gibt. Unterstützt vom DG-Kurs im achten Jahrgang bot sich den Zuschauern ein Programm mit starken Emotionen.

Auf der kleinen Bühne, die zu Beginn offiziell mit dem ehemaligen Schulleiter Ulrich Suttrup eingeweiht wurde, spielte sich das märchenhafte Geschehen am königlichen Hof in original historischen Kostümen ab. Eine fröhliche Prinzessin, ein böser Prinz, die heiteren Hofnarren, das Königspaar, Prinzen und Ritter und das ansteckende tanzende Lachen machten die märchenhafte Stimmung perfekt.

Bei der Suche nach dem Lachen zeigte sich den Zuschauern eine Collage aus Darstellungen und Tänzen zu den Themen Liebeskummer, Hektik, Mobbing, Gewalt, langweilige Montage, schreckliche Briefe, gruselig maskierte Gestalten und die Mafia im Nebel sowie besonders eindrucksvoll erzählte und gespielte Szenen von drei Mädchen aus den Kriegsgebieten Syriens.

Angst und Hoffnung standen im Raum. Gesang und Mut machend vorgetragene Textzeilen von gemeinsamer Stärke und Selbstvertrauen ließen die symbolhaft verwelkte Blume an der Bühnenrückwand wieder aufblühen und das Böse vernichten. Das wiedergefundene Lachen und die Freude zeigten sich in einem dynamischen Tanz, der bunten Hochzeit der Prinzessin und in der Begeisterung der Zuschauer.

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