Übergangswohnheim Westerhiege Darup
„Einfach, aber solide“

Darup -

1,3 Millionen Euro haben die neuen Übergangswohnungen in Darup gekostet. Nun konnten sich alle Bürger davon einen Eindruck verschaffen.

Montag, 23.04.2018, 06:04 Uhr

Viele Bürger waren gekommen, um sich über die Übergangswohnungen an der Westerhiege zu informieren. Das Kostenvolumen von 1,3 Millionen Euro gab Anlass zur Diskussion.
Viele Bürger waren gekommen, um sich über die Übergangswohnungen an der Westerhiege zu informieren. Das Kostenvolumen von 1,3 Millionen Euro gab Anlass zur Diskussion. Foto: Christine Tibroni

„Sieht gut aus.“ „Ist schön geworden.“ „Besser als erwartet.“ „Einfach, aber solide.“ „Alles da, was man braucht.“ Diese und ähnliche Kommentare waren am Freitag an der Westerhiege in Darup zu hören, wo die Gemeinde Nottuln Flüchtlingsunterkünfte für maximal 48 Personen errichtet hat. Am Nachmittag hatten interessierte Bürger Gelegenheit, Teile der Anlage zu besichtigen und mit Vertretern der Gemeinde, der Caritas und der Flüchtlingshilfe ins Gespräch zu kommen.

Die Resonanz war trotz hochsommerlicher Temperaturen gut. Viele Daruper und einige auswärtige Besucher warfen Blicke in die Holzhäuser, deren Fertigstellung auf die Zielgerade geht. „In 14 Tagen sind wir soweit, dass wir die ersten Häuser in Betrieb nehmen könnten“, berichtete Bauleiter Ernst Goll von der Gemeinde Nottuln. Ob das dann schon nötig sein wird, ist offen. Wann die ersten Bewohner einziehen werden, konnte Benedikt Gellenbeck, Leiter des Fachbereichs Schule und Soziales, nicht sagen. „Ich weiß derzeit nur, dass wir Mitte Mai weitere Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Wo wir die Menschen dann unterbringen, werden wir von Fall zu Fall entscheiden.“

Bei dem Ortstermin am Freitag wurde an verschiedenen Stellen über die Kosten für den Neubau in Höhe von rund 1,3 Mio. Euro diskutiert. Während die einen meinten, dass die Summe in keinem Verhältnis zum Nutzen stehe, hielten die anderen dagegen, dass die Holzhäuser, wenn sie denn nicht mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen gebraucht werden, als Wohnraum – allerdings nicht als Sozialwohnungen – genutzt werden könnten. Goll sprach von einer Lebensdauer der Häuser von 40 bis 50 Jahren.

Flüchtlingshelfer begrüßten, dass in der Anlage ein Gemeinschaftsraum mit Küchenzeile vorhanden ist, in dem sich Menschen treffen und beschäftigen können, und dass es ein Büro für Sozialarbeiterinnen gibt, die regelmäßig vor Ort sein werden und für Gespräche mit Bewohnern und Bürgern zur Verfügung stehen.

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