St.-Antoni-Bruderschaft
Historische Fahne in neuem Glanz

Nottuln -

Am letzten Tag des Schützenfestes hatten die Mitglieder der St.-Antoni-Bruderschaft noch einmal Grund zum Jubeln.

Montag, 11.06.2018, 19:00 Uhr

Direktor Michael Sendes (r.) bedankte sich herzlich bei den Sponsoren, die die Restaurierung der Bruderschaftsfahne möglich gemacht hatten (v.l.): die Nottulner Geschäftsleute Marcus und Ute Ahlers sowie Martin Herding, Karl Weckendorf, Bettina Kerkhoff und Herbert Lohmann von den hiesigen Geldinstituten.
Direktor Michael Sendes (r.) bedankte sich herzlich bei den Sponsoren, die die Restaurierung der Bruderschaftsfahne möglich gemacht hatten (v.l.): die Nottulner Geschäftsleute Marcus und Ute Ahlers sowie Martin Herding, Karl Weckendorf, Bettina Kerkhoff und Herbert Lohmann von den hiesigen Geldinstituten. Foto: Dieter Klein

Erst in die Kirche, dann ins Festzelt. So will es die Tradition der Antoni-Schützen. Dort gab es gleich den ersten Höhepunkt, als Antoni-Direktor Michael Sendes die frisch renovierte historische Fahne der Bruderschaft vorstellte. Begleitet von viel Beifall und dem Wunsch „Möge diese Fahne uns noch weitere hundert Jahre begleiten“, rief Sendes die Sponsoren der kostspieligen Restaurierung nach vorne. Von den Banken: Bettina Kerkhoff, Karl Weckendorf, Herbert Lohmann und Martin Herding. Dazu noch Ute und Marcus Ahlers vom gleichnamigen Möbelhaus.

Viel Beifall gab es noch einmal, als Michael Sendes das Ergebnis der Kollekte aus dem vorangegangenen Festgottesdienst verkündete: 915,76 Euro (plus ein Bonbon) waren im Klingelbeutel. Auf 1000 Euro aufgerundet, spendete die Bruderschaft dieses Geld gleich noch vor Ort. So durften Dirk Randhahn von der evangelischen Kirchengemeinde und Ingrid Stange vom Betreuungsverein „Pippi Langstrumpf“ für die Aktion „Jedem Kind ein Mittagessen“ je einen Scheck über 500 Euro in Empfang nehmen.

Natürlich gab es auch zahlreiche Blumengeschenke. So zum Beispiel von Bürgermeisterin Manuela Mahnke an das neue Königspaar Fritz Greve und Anke Etgeton. Pfarrdechant Norbert Caßens wiederum scherzte darüber, dass in der Nacht, als der große Regen über das Fest hereinbrach, die heilige Heri­burg zum Glück nicht untergegangen sei. „Von den Antonis hätte sicher keiner mehr helfen können.“

In Aussicht auf das kommende Jahr berichtete Direktor Sendes den Anwesenden – unter diesen auch das Königspaar des Vorjahres, Andrea und Henrik Dahl, der große Kreis der Senioren mit Eva und Johannes Moormann als Repräsentanten und das Kaiserpaar Heinz-Otto und Maria Mannwald –, „dass das Schützenfest 2019 an dieser Stelle stattfinden wird“. Und das gemeinsam mit den Freunden der St.-Martini-Bruderschaft. „Aber ansonsten bleibt alles, wie es ist.“ Hier ging der Dank der Bruderschaft auch in Richtung Festwirt Arno Arning, der noch einmal die Bewirtung im Festzelt übernehmen wird.

Ein Geschenk gab es für das Bruderschaftsarchiv. Bruno Weißschnur übergab ein Buch mit den Ergebnissen eines Forschungsseminars der Uni Münster zur „Geschichte des Nationalsozialismus in Westfalen nach 1954“. Hier speziell mit dem Kapitel „Wie sind die Nottulner Bruderschaften damit umgegangen und wie haben sie sich in der Gesellschaft neu positioniert?“

Doch dann – bevor die Schützenbrüder sowie die Damen getrennt zu ihren Traditionsbesuchen in Kneipen, Rathaus und Banken aufbrachen – wurde es wieder lustig. Nämlich als die beiden Scheffer Guido Sobottka und Markus Oostendorp Bürgermeisterin Manuela Mahnke die qualmende Langpfeife und Dechant Norbert Caßens einen Krug Starkbier überreichten. Wobei der Pfarrer sichtlich das bessere Los gezogen zu haben schien.

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