DJK Grün-Weiß Nottuln
Klage aus der Nachbarschaft belastet

Nottuln -

Eine Lärmklage aus der Nachbarschaft beschert der DJK Grün-Weiß Nottuln nicht nur viel Arbeit. Wegen der Beauftragung eines Rechtsanwaltes und eines Gutachtens kommen auch Kosten auf den Verein zu.

Mittwoch, 13.06.2018, 19:22 Uhr

Gruppenbild mit Vorstand und geehrten Mitgliedern. Der Sportverein DJK Nottuln zieht eine positive Jahresbilanz. Eine Lärmklage aus der Nachbarschaft belastet aber die Vorstandsarbeit.
Gruppenbild mit Vorstand und geehrten Mitgliedern. Der Sportverein DJK Nottuln zieht eine positive Jahresbilanz. Eine Lärmklage aus der Nachbarschaft belastet aber die Vorstandsarbeit. Foto: Iris Bergmann

„Wir haben im vergangenen Jahr Hunderte von Stunden zugebracht, uns mit der Klage aus der Nachbarschaft zu beschäftigen“, bedauerte Josef Dirks, erster Vorsitzender des Sportvereins DJK Grün-Weiß Nottuln. „Wir haben Geld dafür zurückgelegt und es tut mir um jeden Cent leid, den wir dazu von den Mitgliedsbeiträgen nehmen müssen.“ Das Thema war der einzige Wermutstropfen in der Mitgliederversammlung des Vereins, die am Dienstagabend stattfand.

1381 Mitglieder gehören aktuell der DJK Grün-Weiß Nottuln an. „Das heißt, wir binden etwa zehn Prozent der Nottulner Bevölkerung in unserem Verein“, rechnete Dirks nicht ohne Stolz vor. Kassierer Frank Brand hatte die neuesten Zahlen und stellte seinen Kassenbericht sehr detailliert vor. „Wir sind finanziell auskömmlich aufgestellt“, so sein Resümee. Kassenprüfer Norbert Wilmsen bestätigte die korrekte Kassenführung und beantragte Entlastung, die einstimmig gewährt wurde.

Josef Dirks gab einen Bericht zu den Aktivitäten des Vorstandes im vergangenen Jahr und einen Ausblick auf die Planungen für die Zukunft. „Einer der Höhepunkte in 2017 war der Besuch von DFB-Präsident Reinhard Grindel hier in Nottuln“, betonte Dirks. Auch die geplante Erneuerung des alten Kunstrasenplatzes, der Neubau der Dreifach-Sporthalle am Wellenbad und natürlich das Vereinsjubiläum im kommenden Jahr nehmen einen großen Stellenwert bei der Vorstandsarbeit ein.

Wenig erfreulich ist natürlich die Lärmklage aus der Nachbarschaft, die den Verein beschäftigt. Für das absehbare verwaltungsgerichtliche Verfahren wurde nicht nur ein Gutachter zur Lärmemissionsmessung beauftragt, sondern auch ein Anwalt eingeschaltet, der die Interessen des Vereins vertreten wird. Indes sieht der Vorstand der DJK Nottuln der Entwicklung des Klageverfahrens positiv entgegen. „Zugute kommt uns die Neufassung des Bundesimmissionsschutzgesetzes“, erläuterte Dirks in der Versammlung. Das eröffne für Sportstätten bezüglich der Lärmemissionen während des Spielbetriebes mehr Spielraum.

Zur Wahl standen in der Versammlung auch einige Vorstandsämter. Problemlos wurde Lothar Feldmann als zweiter Vorsitzender wiedergewählt, ebenso wie Kassierer Frank Brand, Schriftführer Rolf Linnemann, Beisitzer Matthias Middendorf und Kassenprüfer Dietmar Schöneberg. Neu im Vorstand sind jetzt die ehemaligen FsJler Friederike Stell und Justus Becks. Sie sind Beisitzer und für Projekte zuständig.

Auch verschiedene Ehrungen standen auf dieser 99. Mitgliederversammlung des Sportvereins DJK Nottuln auf der Tagesordnung. So wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Ursula Thelen, Katharina Rintelen-Teipel, Margret Kellermann, Hubert Kuhlmann, Dr. Robert Damme, Rolf Pfalzgraf, Dr. Detlef Merchel, Frank Wegener und Frank Waltering. Auf 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft kann Heiner Dunkel-Steinhoff zurückblicken.

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