Stellungnahme der Bürgermeisterin im Gemeinderat
Missverständnisse ausgeräumt

Nottuln -

Bürgermeisterin Manuela Mahnke hat sich im Gemeinderat schützend vor ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestellt und außerdem zum Thema „Mehrzweckhalle“ Stellung bezogen.

Mittwoch, 04.07.2018, 20:28 Uhr

Schnappschuss am Rande der Deutschen Meisterschaften im Doppelminitrampolin, die im März in Nottuln stattfanden: Bürgermeisterin Manuela Mahnke und der 1. Vorsitzende von DJK GW Nottuln, Josef Dirks.
Schnappschuss am Rande der Deutschen Meisterschaften im Doppelminitrampolin, die im März in Nottuln stattfanden: Bürgermeisterin Manuela Mahnke und der 1. Vorsitzende von DJK GW Nottuln, Josef Dirks. Foto: Iris Bergmann

„Sehr geehrte Ratsmitglieder, die Vorkommnisse in letzter Zeit, ob in der Presse oder in den sozialen Netzwerken, veranlassen mich heute zu dieser Stellungnahme.“ Mit diesen Worten begann am Dienstagabend eine Erklärung, die Bürgermeisterin Manuela Mahnke am Anfang der Gemeinderatssitzung verlas. Konkret ging es der Bürgermeisterin darum, einerseits ihre Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung vor pauschaler Kritik in Schutz zu nehmen, andererseits Stellung zu beziehen zu der Situation, dass die Mehrzweckhalle in den Sommerferien nicht für den Sport zur Verfügung steht. Ein Thema, über das die Lokalredaktion vergangene Woche berichtet hatte und zu dem der Grünen-Ortsverbandssprecher Klaus Kienle eine Facebook-Diskussion ausgelöst hat.

„Es geht dabei zunächst nicht um die inhaltlichen Dinge, die dort geäußert werden, sondern um die ständige Pauschalierung – die Gemeinde, die Verwaltung. Dies kann ich so nicht für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen lassen“, betonte Mahnke und fuhr fort: „Wenn Sie Kritik an mir oder der Beigeordneten haben, dann benennen Sie dies auch so. In der Verwaltung arbeiten 140 Menschen, die sich tagtäglich um die Nottulner Bürgerinnen und Bürger und auch um das Ehrenamt mit sehr hohem Engagement kümmern. Es wird diesen Menschen nicht gerecht, permanent pauschal angegangen zu werden. Ebenso möchte ich Sie bitten, diesen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wie in der jüngsten Vergangenheit – von Einzelnen von Ihnen – geschehen, nicht ihre Kompetenzen abzusprechen. Das kann nicht sein.“

In der Gemeindeverwaltung seien gut ausgebildete Menschen, die ihre Arbeit sehr gewissenhaft erledigen. „Bitte gehen Sie respektvoll mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um!“, betonte die Bürgermeisterin.

Bezüglich der Sperrung der Mehrzweckhalle am Rupert-Neudeck-Gymnasium sprach Mahnke von einem „groben Fehler“, für den sich die Beigeordnete bereits entschuldigt habe und „ich tue es hiermit noch mal in aller Form“.

Sie habe sich zu einem Post in Facebook geäußert, um ganz deutlich zu machen, „dass die Äußerung von mir, wie dort geschildert, nicht öffentlich war, sondern in einem bilateralen Kontext gefallen ist.“ Mahnke verwies damit auf ihre Teilnahme an der DJK-Mitgliederversammlung. Dass der Besuch des Landesjugendorchesters diese Dimension habe, sei ihr zu diesem Zeitpunkt nicht ersichtlich gewesen.

Auch informierte die Bürgermeisterin darüber, dass sie mit dem DJK-Vorsitzenden Josef Dirks ein persönliches Gespräch geführt habe. Die Bürgermeisterin: „Wir haben dort die Missverständnisse aus dem Weg geräumt und sind uns beide einig, dass nur der Blick nach vorne der Richtige ist, und wir weiterhin so konstruktiv und vertrauensvoll wie in der Vergangenheit zusammenarbeiten wollen und werden. Denn nichts anderes ist gut für Grün-Weiß Nottuln und die Gemeinde insgesamt.“

Auch sprach Manuela Mahnke dem DJK-Vorsitzenden ein großes Lob aus: „Ich freue mich darüber, dass Grün-Weiß Nottuln mit Josef Dirks einen Vorsitzenden hat, der mit aller Emotion und von ganzem Herzen für diesen Verein steht und kämpft. Dafür kann ich ihm nur meinen Respekt zollen und ich kann für mich sagen, dass mir die Zusammenarbeit sehr viel Freude bereitet.“

Abschließend kritisierte die Bürgermeisterin die „unsägliche Stimmungsmache“ bei Facebook. Sie habe daher beschlossen, aus den Gruppen herauszugehen und nur noch ihre private und die Bürgermeister-Seite zu betreiben.

Auf die Erklärung der Bürgermeisterin reagierten einige Ratsmitglieder zustimmend mit einem Klopfen auf den Tisch.

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