St.-Martini-Bruderschaft Nottuln
„Probiert es mal aus!“

Nottuln -

„Wenn zum Schützenfest beim Antreten 50 kommen, dann ist das normal“, weiß Ehrendirektor Markus Schürmann. Die St.-Martini-Bruderschaft kämpft um jeden Aktiven.

Donnerstag, 12.07.2018, 18:00 Uhr

Für das Foto nahm Ehrendirektor Markus Schürmann auf der weißblauen Martini-Fahne Platz.
Für das Foto nahm Ehrendirektor Markus Schürmann auf der weißblauen Martini-Fahne Platz. Foto: Iris Bergmann

„Ehrendirektor der St.-Martini-Bruderschaft wird nur derjenige, der schon einmal König war oder sich um die Bruderschaft verdient gemacht hat“, erklärt Markus Schürmann. Er muss es wissen, denn er ist der amtierende Ehrendirektor der Bruderschaft. Indes: „König war ich nie“, schmunzelt er und fügt hinzu. „Aber über 13 Jahre im Vorstand.“ Als er im letzten April gefragt wurde, ob er das Amt übernehmen wolle, machte ihn das sehr stolz. Schürmann ist Martinibruder durch und durch. Er lebt diese Tradition.

Der gebürtige Nottulner ist schon seit Kindesbeinen in der St.-Martini-Bruderschaft. Inzwischen ist er 43 Jahre alt, verheiratet und hat Familie.

„Früher war das so, dass man sechs Jahre nach der Trauung den Vorstand verlassen musste“, erklärt er. Das sei heute nicht mehr zwingend. Etwa 600 Mitglieder zählt die Bruderschaft gegenwärtig. Die wenigsten jedoch sind aktiv tätig. „Wenn zum Schützenfest beim Antreten 50 kommen, dann ist das normal“, weiß Schürmann. Die St.-Martini-Bruderschaft kämpft ebenso um jeden Aktiven wie ihr Pendant, die St.-Antoni-Bruderschaft.

Die Martinis hätten es allerdings ein wenig schwerer, findet Schürmann. Ihre Mitglieder sind im Schnitt Mitte 20, also recht jung. Der Anreiz der Jugend, bei der Bruderschaft mitzumachen, sei heute nicht mehr sehr hoch. „Wir haben in der Bevölkerung leider nicht mehr den Stellenwert wie früher“, bedauert Markus Schürmann.

Die Bruderschaft ist kirchlichen Ursprungs und so war seinerzeit die Nähe zur Kirche mit deren Festtagen größer. „Auch gab es für die jungen Menschen hier im ländlichen Raum nicht viele Möglichkeiten für Unternehmungen und Feiern“, erinnert der Ehrendirektor. „Da war das Schützenfest der Martini der Höhepunkt des Jahres und alle fieberten darauf hin.“ Heutzutage gebe es jedes Wochenende irgendwo eine Party, da stehe so ein Schützenfest nicht mehr so im Vordergrund.

Dass die St.-Martini-Bruderschaft sich allerdings nur aufs „Party machen“ beschränkt, lässt Schürmann nicht gelten. „Natürlich stehen das Beisammensein und das Feiern im Mittelpunkt“, bestätigt er. Aber im Jahreskalender finden sich auch der traditionelle Martinszug mit dem Martinsspiel vor dem Martinimarkt, die Martinimarkt-Party, das Hähnchenessen, die jährliche Spende an die örtlichen Grundschulen für das Laternenbasteln und auch das Schocken-Turnier.

„Es macht einfach Freude in der St.-Martini-Bruderschaft zu sein“, versichert Markus Schürmann. Und rät: „Probiert es mal aus, kommt zum Schützenfest und feiert mit uns, habt Spaß. Wir sind eine tolle Gemeinschaft.“

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