Friedens-Radfahrer in Nottuln
„Ihr Einsatz rüttelt auf“

Nottuln -

Sie wollen ein Zeichen für Frieden und gegen Atomwaffen setzen. Acht Tage sind die Friedens-Radfahrer in NRW unterwegs.

Sonntag, 05.08.2018, 21:00 Uhr

Gemeinde Nottuln und Friedensinitiative Nottuln empfingen am Samstag die Friedensradfahrer auf dem Stiftsplatz. Acht Tage ist die Gruppe unterwegs, um ein Zeichen für den Frieden und für die atomare Abrüstung zu setzen.
Gemeinde Nottuln und Friedensinitiative Nottuln empfingen am Samstag die Friedensradfahrer auf dem Stiftsplatz. Acht Tage ist die Gruppe unterwegs, um ein Zeichen für den Frieden und für die atomare Abrüstung zu setzen. Foto: Dieter Klein

Dass sie es ernst meinen mit ihrer alljährlichen achttägigen „Friedens-Fahrradtour“ durch Nordrhein-Westfalen, wurde am Samstagnachmittag bei ihrer ersten größeren Rast in Nottuln deutlich. Trotz der hohen Temperaturen von über 30 Grad und trotz eines teils heftigen Gegenwindes auf der ersten Etappe von Münster bis Haltern am See gab keiner aus der Radfahrergruppe auf.

Angesichts der erwartbaren Strapazen dieser Fahrradtour hatten die Mitglieder der Friedensinitiative (FI) und deren Freunde bestens für diesen Kurzbesuch vorgesorgt. In der von-Aschebergschen Kurie versorgten sie die Friedensradler mit Kaffee, kühlen Getränken und duftendem Kuchen.

Die offizielle Begrüßung der Gäste übernahm stellvertretender Bürgermeister Paul Leufke. „Mit ihrer Aktion setzen Sie deutliche Zeichen gegen die Kriegs- und Konfrontationspolitik und für die atomare Abrüstung. Ihr Einsatz ist nicht nur ehrenwert, sondern rüttelt auf!“, betonte er.

Leufke erinnerte noch einmal an die beiden Weltkriege, sprach von „Ur-Katastrophen“ des 20. Jahrhunderts“ und warnte: „Diese und alle anderen Kriege dieser Welt sollten und müssen uns Mahnung genug sein.“

Ebenso eindringlich und leidenschaftlich mahnte auch Robert Hülsbusch von der FI Nottuln und unterstrich die Bedeutung der Friedens-Fahrradtour. „Das magische Dreieck der Zukunft besteht aus Frieden, Umwelt und Gerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass heute nicht die Abschaffung der Atomwaffen, sondern deren Modernisierung geplant wird.“

Und weiter: „Es kann nicht sein, dass die regenerativen Energien gedeckelt und die Energiewende und der Klimaschutz ausgebremst werden. Es kann nicht sein, dass im Mittelmeer Menschen aus Seenot gerettet werden, sich aber kein Land findet, das sie aufnehmen will.“

Und mit Blick auf den stellvertretenden Bürgermeister Paul Leufke als offiziellem Vertreter der Gemeinde Nottuln betonte Robert Hülsbusch abschließend: „Nottuln sollte signalisieren: Wir haben noch Platz. Zu uns können einige dieser Menschen kommen.“

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