„Digitaler Supermarkt“ in Darup
Ohne Handy geht es nicht

Darup -

Wie kann der Lebensmitteleinkauf in kleinen Orten sichergestellt werden? In Darup beschäftigt sich die BürgerGenossenschaft damit. Sie startet zusammen mit dem Lebensmittelgroßhändler Stroetmann ein Projekt.

Samstag, 15.09.2018, 13:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 15.09.2018, 13:00 Uhr
Engagiert diskutierten die Daruper mit Stefan Henning von der Stroetmann GmbH über die Möglichkeiten einer Nahversorgung in ihrem Dorf.
Engagiert diskutierten die Daruper mit Stefan Henning von der Stroetmann GmbH über die Möglichkeiten einer Nahversorgung in ihrem Dorf. Foto: Leon Seyock

Per Handy online einkaufen, automatisch bezahlen – und wenige Tage später kommt die Lieferung bis an die Haustür. Das ist die Vorstellung von Stefan Henning und Wienhold Schürmann vom Lebensmittelgroßhändler Stroetmann (Münster), die jetzt im Alten Hof Schoppmann das Projekt der Nahversorgung in Darup erläuterten.

„Wir haben die Logistik, wir haben die Waren und glauben zu wissen, wie es funktionieren kann“, sagt Schürmann selbstbewusst. Denn: Ein vergleichbares Projekt von Stroetmann läuft bereits in Werne, über 200 Menschen nutzen dort das Angebot des bequemen Einkaufens per Fingerdruck auf dem Handy.

Schürmann und Henning werfen per Beamer das Handybild an die Leinwand – und die Interessierten bekommen einen Einblick, wie die Online-Bestellung aussieht. Wie im Supermarkt können die Kunden zwischen verschiedenen Abteilungen wählen. Obst und Gemüse, Frühstück, Konserven oder ein Abstecher zur Kühltheke: in der App „food2go“ kein Problem.

„Über 4000 Produkte bietet der digitale Supermarkt“, informiert Stefan Henning, Verkaufsleiter Nord der Stroetmann GmbH. Hat man sein Produkt gefunden, sieht man sofort den Preis und kann die Stückzahl beliebig wählen. Das Produkt kommt in den Einkaufswagen, und es kann weiter eingekauft werden. Ist die Bestellung vollständig, geht es zu Kasse. Da sich die Kunden vorher mit einem PayPal-Konto registriert haben, funktioniert die Bezahlung bargeldlos. Die Lieferung erfolgt dann an bestimmten Tagen direkt bis an die Haustür, ohne Versandkosten.

Eine ältere Dame merkte an, dass sie das Angebot zwar gerne nutzen möchte, aber die meisten in ihrer Generation gar kein Handy besäßen. Schürmann bedauert das, „man braucht eine gewisse Affinität zu den Medien“, sagt er. Über die Internetseite kann nicht eingekauft werden – das funktioniere ausschließlich per App, betont er.

Eine andere Frau warf ein, man könne einen Treffpunkt einrichten, um gemeinsam die Bestellungen zu tätigen. „Wir möchten Möglichkeiten schaffen, dass jeder das Angebot nutzen kann“, heißt es von Seiten der Daruper BürgerGenossenschaft (BG).

„Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen“, verdeutlicht Stefan Henning. Mehrere Fragen müssen noch geklärt werden. Was passiert mit meiner Lieferung, wenn ich nicht zu Hause bin? Was ist mit dem Pfand, wenn ich Getränke bestelle? An welchen Tagen soll geliefert werden?

Die Details und die Möglichkeiten will die BG mit dem Verein für Interkulturelle Begegnungsprojekte (IBP) und Stroetmann zeitnah klären.

 

 

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