Kostensteigerung beim Sporthallenneubau
Unverständnis überwiegt

Nottuln -

Die Mehrkosten von über 1 Millionen Euro beim Bau der Dreifachsporthalle führen in der Bevölkerung zu regen Diskussionen. Zurzeit überwiegt Unverständnis. Die Gründe dafür sollen am 25. September auf den Tisch kommen.

Sonntag, 16.09.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 22:00 Uhr
Die Baustelle der neuen Dreifachsporthalle. Im Hintergrund das Nottulner Wellenfreibad. Viele Bürger diskutieren über die Kostensteigerung von rund 1,175 Millionen Euro.
Die Baustelle der neuen Dreifachsporthalle. Im Hintergrund das Nottulner Wellenfreibad. Viele Bürger diskutieren über die Kostensteigerung von rund 1,175 Millionen Euro. Foto: Hinkerohe &Gorke Luftaufnahmen

Die Politik hält sich beim Thema „Kostensteigerung Dreifachsporthalle Nottuln“ noch mit öffentlichen Erklärungen zurück. In der Bevölkerung wird das Thema hingegen offen und kontrovers diskutiert. Der WN-Bericht vom 12. September über 1,175 Millionen Euro Mehrkosten beim Sporthallenneubau hat die Bürger bewegt.

Auf der Internetplattform Facebook zum Beispiel entwickelte sich eine stürmische Debatte. „Mit Entsetzen“, so schilderte ein Bürger, habe er die Nachricht gelesen. Er hoffe, die handelnden Personen werden zur Rechenschaft gezogen.

Das Unverständnis über eine 26-prozentige Kostensteigerung von 4,5 auf rund 5,6 Millionen Euro Gesamtkosten für das Projekt überwiegt. Gelegenheit für eine „Verschwörungstheorie“: „Wahrscheinlich waren die Baukosten schon vorher bekannt, es fehlte nur der Mut, den Bürgern die Wahrheit zu sagen. Passiert häufiger in Deutschland“, schreibt ein anderer Bürger.

Es gibt aber auch Stimmen, die mögliche sachliche Gründe für die Projektverteuerung anführen, zum Beispiel die aktuellen Kostensteigerungen im Baugewerbe oder unerwartete Probleme beim Bau. Letztlich bleiben die Facebook-Debatte wie auch die Gespräche in der realen Welt ohne ein befriedigendes Ergebnis. Denn: Die Erläuterungen, warum das Sporthallenprojekt teurer wird, werden erst am 25. September (Dienstag) gegeben.

Die Gemeindeverwaltung hat das beauftragte Architekturbüro in die an diesem Tag stattfindende Sitzung des Gemeinderates eingeladen. Im öffentlichen Teil (ab 19 Uhr, Forum Rupert-Neudeck-Gymnasium) werden die Architekten über den Baufortschritt und die Kostensteigerungen informieren.

Es gibt aber Anzeichen, dass die allgemeinen Preissteigerungen im Baugewerbe womöglich einen großen Anteil an der Verteurung haben. In den Erläuterungen zum Nachtragshaushalt, der wegen der Kostensteigerung eingebracht wird, informiert die Gemeindeverwaltung, dass die noch nicht vergebenen Gewerke für den Sporthallenneubau nun mit einem Kostenaufschlag von 20 Prozent kalkuliert wurden. Ein weiter Grund für die neue Projektsumme: In den Gesamtkosten sind nun 200 000 Euro für die Herstellung der Außenanlagen eingeplant worden. Dieser Kostenpunkt sei in den bisherigen Kostenschätzungen/-berechnungen nicht enthalten gewesen.

Übrigens: Finanziert werden sollen die Mehrausgaben für die Sporthalle über eine Erhöhung der Kreditermächtigung.

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