Sporthallenkosten
„Kein Licht ins Dunkel gebracht“

Nottuln -

Die Grünen sind mit den bisherigen Informationen der Gemeindeverwaltung zu der Baukostensteigerung beim Sporthallenprojekt nicht einverstanden. „So hätte der Nachtragshaushalt nicht im Rat eingebracht werden dürfen“, meint Ortsvereinssprecher Klaus Kienle.

Donnerstag, 27.09.2018, 18:46 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.09.2018, 17:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 27.09.2018, 18:46 Uhr
Die Grünen sind mit den bisherigen Informationen zur Kostensteigerung beim Sporthallenbau nicht einverstanden. 
Die Grünen sind mit den bisherigen Informationen zur Kostensteigerung beim Sporthallenbau nicht einverstanden.  Foto: Lina Teltz

Zur Diskussion um den Nachtragshaushalt wegen der Mehrkosten für die Sporthalle haben die Grünen nun Stellung bezogen:

„Woher kommen die Mehrkosten? Wie konnte es innerhalb weniger Monate zu Mehrkosten von rund 25 Prozent kommen? Warum wurden die Kosten für die Außenanlagen von 200 000 Euro erst jetzt transparent gemacht? Wurden dem Rat bei früheren Sitzungen von der Verwaltung Entscheidungen abverlangt, ohne dass alle Fakten auf den Tisch gelegt wurden? Fragen über Fragen, die sich den Grünen stellen, und kaum nachvollziehbare Antworten“, heißt es in der Pressemitteilung. „So hätte der Nachtragshaushalt nicht im Rat eingebracht werden dürfen – nicht, bevor die Verwaltungsspitze ihre Hausaufgaben gründlich gemacht hat“, meint Klaus Kienle als Sprecher der Grünen. Und so zitiert er auch Bürger, von denen die Grünen angesprochen worden seien.

Den Sitzungsunterlagen sei keine qualifizierte Begründung für die Mehrkosten, keine Detailanalyse zu den Ursachen zu entnehmen. Dass die Baukosten in Deutschland davongaloppieren, sei nicht erst seit 2016 bekannt, als mit den Planungen begonnen wurde. „Dies hätte in früheren Vorlagen berücksichtigt werden müssen. Weder Verwaltung noch Architekten gelang es, in der Ratssitzung Licht ins Dunkel zu bringen. Vorschläge, wie Mehrkosten aufgefangen werden könnten, wirkten hilflos. Damit lässt sich angesichts der Höhe der Mehrkosten noch nicht einmal Fassadenkosmetik betreiben“, schreiben die Grünen.

Dafür seien dem Rat bisher wesentliche Unterlagen nicht zugänglich gemacht worden. Niemand kenne die Angebote, die als Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens eingegangen seien. Erst auf Antrag der Grünen werde nun Akteneinsicht gewährt.

Das vorläufige Fazit der Nottulner Grünen: „Was bleibt ist der Eindruck, dass über den Nachtragshaushalt erneut eine Entscheidung in Millionendimension bewirkt werden sollte, ohne dass die notwendigen Unterlagen und Informationen auf dem Tisch liegen. Die Grünen sind nicht bereit, einen solchen Blankoscheck auszustellen.“

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