Kommunalpolitik
Neue Regelungen sollen für Sicherheit sorgen

Nottuln -

Es gibt einen neuen Maßnahmenkatalog der Gemeindeverwaltung für das Controlling bei Großprojekten.

Mittwoch, 10.10.2018, 16:50 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 16:50 Uhr

Beigeordnete Doris Block hat dem Haupt- und Finanzausschuss einen Entwurf mitgebracht, in dem Maßnahmen und Regelungen aufgeführt sind, „um terminliche und finanzielle Abweichungen bei Großprojekten frühzeitig zu erkennen“. Auf Antrag der SPD hatte der Rat ein solches Konzept eingefordert.

Die Beigeordnete schlug vor, ein Projektcontrolling einzurichten, das prüft, welche Ressourcen für ein Projekt notwendig sind, und die gesteckten Ziele und Kosten überwacht, eine Dokumentation erstellt und dem Verwaltungsvorstand wie auch dem Fachausschuss regelmäßig berichtet.

Als Grundsatz schlug Block vor, dass Projekte ab 1 Million Euro nicht nur vom zuständigen technischen Mitarbeiter der Gemeinde, sondern auch vom gemeindlichen Controlling begleitet werden. Der Abgleich zwischen den am Projekt Beteiligten müsse mit einer Plausibilitätsprüfung beginnen (Kostenschätzung, Terminplanung). Der nächste Abgleich müsse erfolgen, wenn die Maßnahme konkret wird, eine Entwurfsplanung vorliegt. Dann müsse die qualifizierte Kosten- und Terminplanung verglichen werden mit der Ausgangsschätzung. Bei Kosten- und Terminüberschreitungen erfolge ein Bericht an den Bauausschuss mit einem Vorschlag zum weiteren Vorgehen. Eine weitere Information zum Stand des Projektes erfolge im Rahmen des Verwaltungsfinanzberichtes.

Die nächste Kontrolle erfolge, wenn das bepreiste Leistungsverzeichnis vorliegt, das mit der qualifizierten Kostenschätzung verglichen wird. Auch in dieser Phase werde die Politik bei Kosten- und Terminüberschreitungen informiert, werde ein Vorschlag zum Vorgehen vorgelegt.

Auch nach der Auftragsvergabe müsse kontrolliert werden, ob die Projektziele erreicht, gegebenenfalls Korrekturvorschläge gemacht werden. Der Verwaltungsvorstand müsse mindestens monatlich informiert werden, die Politik über den Verwaltungsfinanzbericht ebenfalls.

Block machte aber auch deutlich, dass das Ganze nicht ohne personelle Kapazitäten zu leisten ist. Für den zuständigen technischen Mitarbeiter müssten pro Woche acht Stunden für das Projekt eingeplant werden (maximal 50 Prozent der Arbeitszeit, weil ja noch andere Aufgaben zu erledigen sind). Beim Projektcontroller werden vier Stunden pro Projekt veranschlagt (ebenfalls mit maximal 50 Prozent der Arbeitszeit).

Diese Regelungen werden zunächst testweise eingeführt und den Erfahrungen angepasst. Mit dem Personalrat müssen sie noch abgestimmt werden. Ziel ist es, das Konzept auch im Fall der Sporthalle schon umzusetzen. Die Politik signalisierte Zustimmung.

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