Stellungnahme der Bürgermeisterin
„Ja, vielleicht waren wir alle zu naiv“

Nottuln -

Bürgermeisterin Manuela Mahnke hat sich zur Kostensteigerung beim Bau der Dreifachsporthalle geäußert.

Mittwoch, 10.10.2018, 17:55 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 16:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 10.10.2018, 17:55 Uhr
  Bürgermeisterin Manuela Mahnke nahm zur Sporthallen-Diskussion Stellung.
  Bürgermeisterin Manuela Mahnke nahm zur Sporthallen-Diskussion Stellung.

Bürgermeisterin Manuela Mahnke hat Fehler der Verwaltung beim Projekt Sporthalle eingestanden. Sie wolle nichts beschönigen und sich nicht herausreden, erklärte sie im Haupt- und Finanzausschuss. Dennoch wolle sie einige Aspekte benennen. „Ich habe mich immer davor gescheut, Vergangenes oder Amtsvorgänger für die heutige Situation verantwortlich zu machen“, betonte Mahnke. Gleichwohl habe sie – gemeinsam mit der Beigeordneten Doris Block in den vergangenen drei Jahren bei der Bestandsaufnahme und Aufarbeitung oftmals das Gefühl, „dass unter jedem Stein, den wir hochheben, eine neue negative Überraschung wartet.“

Es sei in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in der Gemeinde immer gespart worden. Das habe die Haushaltszahlen gut aussehen lassen, die Probleme aber nicht behoben. „Es wurde lediglich ein kleines Pflaster auf die Wunde geklebt, aber die Wunde nicht gründlich gereinigt und versorgt.“ Das räche sich nun.

Mahnke nannte beispielhaft einige gesetzliche Verpflichtungen, die nicht erfüllt worden seien wie das Führen eines Brücken- und Straßenkatasters, die Gefährdungsbeurteilung von Feuerwehrhäusern und Verwaltungsgebäuden oder eine Sanierungsplanung für die Sporthallen.

Man sei die dringendsten Aufgaben angegangen (Flüchtlinge, Kitas), habe Projekte im gesteckten Kostenrahmen umgesetzt (Übergangswohnheime Darup, Kitas). Die Sporthalle sei seit dem Bau des Gymnasiums das erste Projekt von einer erheblichen Größenordnung. „Ja, vielleicht waren wir alle zu naiv und blauäugig, als wir dieses Projekt angegangen sind“, gab sie zu. Aber man habe sich mit einer Anwaltskanzlei Unterstützung von außen geholt, diese habe auch den Vertrag mit dem Architekturbüro für die Gemeinde erarbeitet. Man habe geglaubt, so habe alles seine Ordnung. „Was hätten wir sonst tun sollen?“

Sie habe ein gutes Gefühl gehabt, als das Architekturbüro die Pläne vorgestellt hat, und der Politik sei das wohl nicht anders gegangen. Dass es aber Versäumnisse seitens des Architekten gegeben habe, das habe man nun leidvoll erfahren.

Man müsse sicherstellen, dass solche Dinge in Zukunft nicht wieder passieren. Und müsse das Projekt Sporthalle ab sofort „enger begleiten“.

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