Partnerschaftskomitee
Alltagsgeschichten aus Polen

Nottuln -

Das Komitee für Städtepartnerschaft lädt wieder zu einem polnischen Abend ein. Zu Gast ist diesmal Hans Bollinger. Der Pädagoge, Musiker, Schulleiter und Buchautor bereist seit 40 Jahren Polen.

Samstag, 20.10.2018, 12:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 20.10.2018, 12:00 Uhr
Nottulner Musiker werden wieder den polnischen Abend mitgestalten: Renata Kaczmarek (Gesang), Tomasz Kaczmarek (Gitarre und Gesang), Heinrich Willenborg (Kontrabass), Stefan Volpert (Piano) und Günter Vieth (Schlagzeug).
Nottulner Musiker werden wieder den polnischen Abend mitgestalten: Renata Kaczmarek (Gesang), Tomasz Kaczmarek (Gitarre und Gesang), Heinrich Willenborg (Kontrabass), Stefan Volpert (Piano) und Günter Vieth (Schlagzeug). Foto: Stefan Volpert

Land und Leute faszinieren ihn: Hans Bollinger , seit 40 Jahren in Polen unterwegs, hat ein Buch geschrieben: „Unterwegs nach Polen“. Daraus liest der Musiker, Sänger und Poet am 30. November (Freitag) um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim.

Das Komitee für Städtepartnerschaft lädt wieder zu einem polnischen Abend ein. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Alltagsgeschichten aus Polen“. Und auch diesmal wird Renata Kacz­marek , stellvertretende Vorsitzende des Fachbereichs Chodziez im Komitee, durch den Abend führen. Dieser hat das Ziel, die Partnerstadt Chodziez und das Land Polen der Nottulner Bevölkerung als Beispiel gelungener Völkerverständigung in Europa näherzubringen.

Live-Musik bringen Nottulner auf die Bühne: Stefan Volpert (Piano), Heinrich Willenborg (Kontrabass), Günter Vieth (Schlagzeug), Tomasz Kaczmarek (Gitarre und Gesang) und Renata Kaczmarek (Gesang). Sie spielen polnische Musik, Jazztracks und Volkslieder – teilweise ins­trumental, teilweise gesungen mit deutschen Texten.

Der atmosphärisch dichte Abend wird aufgelockert durch Getränke und kleine Snacks aus der polnischen Küche, die das Komitee für Städtepartnerschaften vorbereiten wird.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen. Der Eintritt ist frei. Gerne werden am Ende des Abends Spenden entgegengenommen, die die Arbeit des Komitees für Städtepartnerschaften unterstützen.

Hans Bollinger, Pädagoge, Musiker, Schulleiter, Volkssänger, bereist seit nunmehr 40 Jahren Polen. Seit 1976 mit einer Polin aus Schlesien verheiratet, kennt er Polen besser als seine deutsche Heimat. Von Danzig bis Bialystock, von Stettin über Krakau nach Przemysl, von Posen bis Warschau – alle Gegenden Polens und viele Naturschutzgebiete sind ihm bestens vertraut. In den vielen Jahren seiner Reisen kam der Autor in die großen Städte des Landes, aber auch in die entlegensten Gebiete Polens, ob es die immer noch atemberaubende Natur Masurens oder die wilden Berge im Biesciady-Gebirge oder die Wildnis des Bialowieza-Parkes waren.

Und immer wieder traf er Menschen: einfache Bauern, die noch nach Großvaters Art und Weise ihre Felder bestellen, urige Köhler, die in der Wildnis leben und Holzkohle produzieren, Förster und Wildhüter, die ihn zu kapitalen Hirschen, Wisenten, Adlern und Schwarzstörchen führten, Bergleute in Schlesien, die erleben mussten, wie ihre Kohle nach Russland abtransportiert wurde, um die Gier des kommunistischen Bruderlandes zu stillen.

Aber er wurde auch konfrontiert mit der Geschichte des Landes und der eigenen Geschichte. In Tykoczin und Nowy Zmigrod musste er erfahren, wie die SS in kurzer Zeit Dörfer liquidierte und Tausende von Juden ermordete. Und er stieß auf zahlreichen Friedhöfen auf die Spuren des Ersten Weltkrieges.

Die Lesung ist eine Hommage an Polen, seine Menschen und Landschaften. An ein Land, das drei Teilungen miterleben musste, das praktisch ausradiert wurde, immer ein Spielball zwischen Ost und West war. Aber auch an ein Land, dessen Menschen immer wieder aufbegehrt haben, für Freiheit gekämpft und es verstanden haben, ihre Identität zu bewahren. 

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