Grünabfälle
Nicht alles nimmt der Wertstoffhof

Nottuln -

Wohin mit dem Grünschnitt, der jetzt in vielen Gärten anfällt? Auf keinen Fall einfach in der Landschaft entsorgen, warnt Nicole Wortmann, Fachbereichsleiterin bei der Gemeinde.

Dienstag, 23.10.2018, 15:50 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 22.10.2018, 20:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 23.10.2018, 15:50 Uhr
Der Herbst ist die Zeit für den Heckenschnitt und andere Gartenarbeiten. Den Grünschnitt nimmt der Wertstoffhof – allerdings nur in haushaltsüblichen Mengen.
Der Herbst ist die Zeit für den Heckenschnitt und andere Gartenarbeiten. Den Grünschnitt nimmt der Wertstoffhof – allerdings nur in haushaltsüblichen Mengen. Foto: colourbox

Seit dem 1. Oktober ist es erlaubt, Hecken, Büsche und andere Gehölze zu schneiden oder in Form zu bringen. Geregelt ist das in Paragraf 39, Absatz 5, des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG). Aus Gründen des Tierschutzes und aus Rücksicht auf brütende Vögel dürfen diese Pflanzen in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Im Oktober können Gartenbesitzer also so richtig loslegen.

Doch wohin mit dem Strauchschnitt und dem vielen Grün? „Auf keinen Fall irgendwo in die Landschaft oder in den Graben“, warnt Nicole Wortmann , Fachbereichsleiterin für Zentrale Dienste bei der Gemeinde. „Wir setzen alles dran, den Täter zu ermitteln.“ Dem drohe dann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren und ein Ordnungsgeld.

Haushaltsüblich

In den Außenbezirken der Gemeinde hält der „Presswagen Grün“. „Den haben wir vor einigen Jahren dafür angeschafft, und er wird sehr gut genutzt“, sagt Nicole Wortmann. In Nottuln selbst können die Bürger den Wertstoffhof an der Otto-Hahn-Straße 19a im Industriegebiet nutzen. Dort werden Sträucher, Vertikutiergut und Wurzeln – wie es im Amtsdeutsch heißt – „in haushaltsüblichen Mengen“ angenommen. „Haushaltsüblich“ sei natürlich Auslegungssache, gibt Nicole Wortmann zu. Das könne durchaus auch einmal etwas mehr sein, als die einfache Kofferraumladung.

Wenn jemand einen großen Garten hat und seinen Heckenschnitt auf einem Anhänger bringt, wird er nicht weggeschickt.

Nicole wortmann, Fachbereichsleiterin

Wenn jemand einen großen Garten habe und seinen Heckenschnitt auf einem Anhänger bringt, werde er nicht weggeschickt, erklärt die Fachbereichsleiterin. Auch nicht, wenn er an mehreren Tagen wiederkomme. Komme jemand allerdings drei Mal mit dem großen Treckeranhänger, sei das nicht mehr haushaltsüblich, und der Abfall müsse selbstständig anderweitig fachgerecht entsorgt werden. Ein Mal pro Jahre dürfe Strauchschnitt auch verbrannt werden, natürlich nur wenn alle Vorgaben eingehalten werden. Näheres regelt eine gemeindliche Satzung.

Rasenschnitt ist zu schwer

Nicht angenommen wird am Wertstoffhof übrigens zusätzlicher Rasenschnitt. Der sei durch die Feuchtigkeit einfach viel zu schwer, erklärt Nicole Wortmann, und müsse über die Biotonne entsorgt werden. Und wenn dieser Abfall nicht in eine Tonne passe, müsse diese zum nächsten Abholtermin erneut damit gefüllt werden. Bei Laub sieht das anders aus, das können Gartenbesitzer beim Wertstoffhof abgeben.

Der Grünschnitt, den der Wertstoffhof annimmt, ist auch größenmäßig begrenzt. Wurzeln dürfen laut Informationen auf der Internetseite maximal einen Durchmesser von 40 Zentimetern haben, Baumstämme von nur etwa 15 Zentimetern. Zudem sollen sie nicht länger als 40 Zentimeter sein.

Der Wertstoffhof hat mittwochs und freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr geöffnet.   | buergerservice.nottuln.de

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6138985?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F
Nachrichten-Ticker