Polizei aktuell
Die Tricks der Taschendiebe

Nottuln/Kreis Coesfeld -

Am Wochenende ist in Nottuln Martinimarkt. Menschen drängen sich durch die Gassen. Die Polizei warnt vor Taschendieben.

Montag, 12.11.2018, 18:07 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 12:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 12.11.2018, 18:07 Uhr
Die Polizei im Kreis Coesfeld warnt vor Taschendieben.
Die Polizei im Kreis Coesfeld warnt vor Taschendieben. Foto: Arno Burgi/dpa

Wo viele Menschen unterwegs sind, mischen sie sich unters Volk: Taschendiebe. In Innenstädten, an Bahnhöfen, oder auf Volksfesten, wie an diesem Wochenende der Nottulner Martinimarkt. Sie lenken ihre Opfer ab oder nutzen Momente der Unaufmerksamkeit, um sich ein fremdes Portemonnaie zu greifen.

Die Polizei im Kreis Coesfeld weist auf drei aktuelle Fälle hin:

Ein 77-jähriger Coesfelder wurde am Dienstag (6. November) gegen 13.50 Uhr auf einem Parkplatz am Dülmener Krankenhaus von einem Mann gebeten, ihm einen Euro zu wechseln. Später stellte der Senior fest, dass ihm mehrere Geldscheine fehlten. Die muss ihm der fingerfertige Täter aus dem Portemonnaie gefischt haben.

Das gleiche ist einem 78-jährigen Havixbecker am Mittwoch (7. November) gegen 11.10 Uhr auf der Neustraße in Coesfeld passiert.

Und schließlich: Beim Einkaufen bei einem Discounter in Buldern erschrak ein 72-jähriger Dülmener an der Kasse. Sein Portemonnaie war weg. Er erinnerte sich noch, dass ihm im Geschäft zuvor ein Mann kurz den Weg blockiert hatte. Das Portemonnaie fand eine Frau später in der Nähe. Es fehlte das Geld.

Die Polizei weist darauf hin, dass Taschendiebe sich gerne folgender Tricks bedienen.

Stolpertrick:

Vor Ihnen im Gedränge stoppt oder stolpert ein Komplize, Sie sind kurz abgelenkt, der Täter hinter Ihnen greift in Ihre Tasche.

Wechseltrick:

Jemand bittet Sie, Kleingeld zu wechseln, greift sich dabei unbemerkt Geldscheine. Die Täter sind sehr fingerfertig!

Anrempeln oder umarmen:

Sie sind kurz abgelenkt und schon ist das Portemonnaie, das Handy oder die Halskette weg.

Abdecken:

Jemand zeigt Ihnen einen Stadtplan und bittet um eine Wegbeschreibung. Ihr Handy, das gerade noch auf dem Café-Tisch lag oder das Portemonnaie, das in der Tasche steckte, sind fort.

Ausspähen am Geldautomaten:

Täter beobachten potenzielle Opfer beim Geldabheben, versuchen, die Eingabe der Geheimnummer zu verfolgen, verwickeln sie nach dem Geldabheben in ein Gespräch und stehlen ihr Bargeld oder gleich das ganze Portemonnaie samt EC-Karte.

Oft bemerken die Opfer erst später, dass das Portemonnaie oder Handy futsch ist. Dann ist der Täter längst über alle Berge. Oft bleiben die Täter unerkannt oder können von den Opfern nur sehr vage beschrieben werden. Oft haben Taschendiebe Komplizen, übergeben ihre Beute direkt nach der Tat. Sollte ein mutmaßlicher Dieb doch festgehalten werden, hat er seine Beute dann nicht mehr bei sich und mimt den Unschuldigen. „Dagegen hilft nur Wachsamkeit“, betont die Polizei und gibt den Bürgern folgende Tipps:

Tragen Sie Ihr Portemonnaie möglichst in einer Innentasche oder der vorderen Hosentasche am Körper. Sprechen Sie mit älteren Freunden und Angehörigen über die fiesen Maschen von Taschendieben. Die haben es häufig auf das Geld von Seniorinnen und Senioren abgesehen.

Ein Portemonnaie in einer offenen Tasche (noch dazu in einem Einkaufswagen, Fahrradkorb oder am Rollator) ist für Diebe geradezu eine Einladung. Deshalb gilt: „Augen auf und Tasche zu!“ - so das Motto einer aktuellen landesweiten Präventionskampagne der Polizei.

Die Polizei im Kreis Coesfeld kontrolliert verstärkt in Innenstädten, um Täter abzuschrecken, aber auch um Bürger zu sensibilisieren.

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