Lokale Wirtschaft
Klinker nach Wunsch

Nottuln -

Mit mehreren Innovationen „Made in Nottuln“ präsentiert sich das Klinkerwerk Hagemeister auf der „Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme“ in München.

Freitag, 09.11.2018, 17:10 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 17:10 Uhr
In Zusammenarbeit mit Professor Peter Böhm und Studenten der Hochschule Trier ist für den Eingangsbereich des Klinkerwerkes in Nottuln ein Pavillon kreiert worden, der eine ganz neue Konstruktionsweise bietet. Dafür wurde eine möglichst tragfähige dünne Schale aus Ziegel und Textilbeton entwickelt, die nur etwas 7 cm dick ist.
In Zusammenarbeit mit Professor Peter Böhm und Studenten der Hochschule Trier ist für den Eingangsbereich des Klinkerwerkes in Nottuln ein Pavillon kreiert worden, der eine ganz neue Konstruktionsweise bietet. Dafür wurde eine möglichst tragfähige dünne Schale aus Ziegel und Textilbeton entwickelt, die nur etwas 7 cm dick ist. Foto: Hagemeister GmbH &Co. KG

Produkte individuell auf die Kundenwünsche zuschneiden, mit diesem Thema präsentiert sich das Klinkerwerk Hagemeister auf der BAU in München aus verschiedenen Blickwinkeln. Vom 14. bis zum 19. Januar ist das Nottulner Unternehmen damit auf der „Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme“ vertreten.

Mit großflächigen Mustertafeln wird die Anwendung der Fassaden- und Pflasterklinker auf dem 110 Qua­dratmeter großen Messestand dargestellt. Im Nottulner Klinkerwerk können individuelle Sortenmischungen für den eigenen Stil angefertigt werden. So ergibt sich etwa bei der Objektsortierung „Revierstraße“ mit einem individuell für das Gebäude komponierten Mix aus grau-beigefarbenen, dunkelroten und braunen Tönen mit anthrazitblauen Kohleakzenten ein kontrastreiches Farbspiel mit kantig-authentischem Charme, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine eigene Textur mixen: Das können Architekten und Interessierte mit dem eigens für Hagemeister entwickelten Onlinetool TextureDesigner. Mit einer Auswahl aus über 70 Sortierungen, 13 Mauerwerksverbänden und 14 Fugenfarben kann der Nutzer sich nicht nur seine persönliche Sammlung zusammenstellen, sondern auch für die ausgewählten Sortierungen ein individuelles Mischverhältnis bestimmen, selbst die Lager- und Stoßfugenbreite kann er selbst definieren. Visualisiert werden die Zusammenstellungen mit 3D-Effekt.

Was jedem Standbesucher zudem ins Auge fällt, ist eine gemauerte Säule. Das Besondere: Sie wurde nicht von Menschenhand gefertigt, sondern von einem Roboter. Dieser kann eine individuelle Form, basierend auf einem CAD-Entwurf des Architekten, millimetergenau umsetzen. Durch die Verwendung architektonischer Gestaltungssoftware in Verbindung mit einem roboterbasierten Verarbeitungsprozess entstehen so hoch spezifische reliefierte Wand- und Fassadenelemente, erläutert Hagemeister.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt für das Nottulner Klinkerwerk nicht erst seit der Entwicklung des Energieklinkers (wir berichteten) eine besondere Rolle. Mit der Kreierung eines Ziegels mit einer besonderen Form, der als Ersatzbehausung für Vogel- und Fledermausarten dient, liefert Hagemeister nun einen Beitrag zum Natur- und Umweltschutz. Der innovative Ökoklinker kann optisch jeder Hausfassade angepasst werden und fügt sich nahtlos ein.

Eine ganz neue Konstruktionsweise bietet der in Zusammenarbeit mit Prof. Peter Böhm und Studenten der Hochschule Trier kreierte Klinker-Pavillon, der seit Kurzem im Eingangsbereich des Nottulner Klinkerwerkes zu sehen ist. Dafür wurde eine tragfähige dünne Schale aus Ziegel und Textilbeton entwickelt, die nur etwa 7 Zentimeter dick ist. Von außen als reine Ziegelschale wahrgenommen, bleiben ein Carbontextil sowie Betonmörtel im Inneren verdeckt. Um den Schein einer „einfachen” Ziegelschicht zu bewahren, wurden Spaltklinker von rund 3 cm Materialstärke verwendet, deren Rippenstruktur im Inneren sich als Oberflächenvergrößerung anbietet, um sie möglichst fest mit der Mörtelschicht der Konstruktion zu verbinden.

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