Lokale Wirtschaft
Unternehmen tragen Verantwortung

Nottuln -

„Corporate Social Responsibility“ – die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen – steht beim Nottulner Unternehmen Giesker & Laakmann für die nächsten Monate ganz besonders im Mittelpunkt.

Freitag, 09.11.2018, 17:16 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 19:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 17:16 Uhr
Kathrin (l.) und Sarah Laakmann vertraten die Spedition beim Start des CSR-Projekts in Münster.                 
Kathrin (l.) und Sarah Laakmann vertraten die Spedition beim Start des CSR-Projekts in Münster.                  Foto: CSR-Kompetenzzentrum

Entscheidungen von Unternehmen haben Auswirkungen auf die Gesellschaft. Diese Erkenntnis nicht nur zu akzeptieren, sondern auch im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens weiterzuentwickeln, ist für kleinere und mittlere Unternehmen eine große Herausforderung. Die Nottulner Spedition Giesker & Laakmann stellt sich dieser Herausforderung. Zusammen mit 19 weiteren Firmen aus dem Münsterland nimmt sie an einem CSR-Projekt teil.

„CSR“ steht für „Corporate Social Responsibility“, für die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen. Das vom NRW-Wirtschaftsministerium begleitete und mit Mitteln der europäischen Union geförderte Projekt wird in Münster beim CSR-Kompetenzzentrum Münsterland durchgeführt. Dr. Udo Westermann vom Kompetenzzentrum sieht die Notwendigkeit, dass Unternehmen sich intensiver als bisher mit CSR beschäftigen, weil sich das Marktumfeld gewandelt habe. Früher seien die Haltung, positive Leitbilder und die Handlung des „ehrbaren Kaufmanns“ unmittelbar miteinander verknüpft gewesen. Heute agierten Betriebe in komplexen Geschäftsbeziehungen. Diese erforderten, dass verantwortungsvolles Handeln (CSR) in Unternehmensstrategien und -prozessen verankert werde.

Giesker & Laakmann mit derzeit rund 168 Mitarbeitern hat den Vorteil, dass man nicht gänzlich bei null anfängt. Schon jetzt übernimmt das Unternehmen zum Beispiel soziale Verantwortung durch die Förderung örtlicher Vereine und durch das Hilfsprojekt „Ein Lächeln für Togo“. Der CSR-Gedanke umfasst aber auch den Umweltschutz, beispielsweise durch den Einsatz moderner, abgasärmerer Fahrzeuge, oder auch die Fürsorge für die Mitarbeiter, beispielsweise durch Sozialleistungen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus. Ein Leitbild, dass alle diese sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte umfasst, gibt es bei Giesker & Laakmann noch nicht. Es soll nun erarbeitet werden.

Kathrin und Sarah Laakmann, die die Spedition beim Start der Workshop-Phase in Münster vertraten, erhoffen sich viel vom CSR-Projekt: „Es geht darum, neue Ansatzpunkte aufzugreifen und im Austausch mit anderen Unternehmen voneinander zu lernen. Davon sollen dann nicht nur Mitarbeiter und Kunden profitieren, sondern das ganze Unternehmen.“ Das CSR-Projekt ist ein Baustein, sich von anderen Unternehmen zu unterscheiden und das Image der Logistikbranche positiv zu beeinflussen.

Der Weg dahin erfordert Ausdauer. Insgesamt 18 Monate hat das CSR-Kompetenzzentrum angesetzt. Am Ende steht für die Teilnehmer die Auszeichnung „CSR Unternehmen Münsterland“.

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