Pastorskamp
Gemeinde organisiert Workshop mit Anliegern

Nottuln/Appelhülsen -

Erst kam Sturm Friederike, dann die Säge. Im Pastorskamp sind alle Straßenbäume weg. Neuanpflanzungen sind jetzt in der Diskussion.

Donnerstag, 29.11.2018, 20:00 Uhr
Der Sturm Friederike hat den Bäumen am Pastorskamp übel mitgespielt. Kurz darauf wurden sie gefällt.
Der Sturm Friederike hat den Bäumen am Pastorskamp übel mitgespielt. Kurz darauf wurden sie gefällt. Foto: WN-Archiv/Karl Weckendorf

Den Sturm Friederike Anfang des Jahres haben gerade die Anlieger des Pastorskamp in Appelhülsen nicht vergessen. Denn weil der Sturm die Standfestigkeit der dort gepflanzten Hainbuchen in Frage gestellt hatte, entschloss sich die Gemeinde zu einer Radikalmaßnahme: Alle 112 Bäume wurden gefällt. Das Erscheinungsbild des Pastorskamp veränderte sich von einem Tag auf den anderen völlig.

Nun hat das von der Gemeinde beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Danielzik Leuchter + Partner, Duisburg, drei Entwürfe für eine Neubepflanzung am Pastorskamp erarbeitet. Je nach Variante empfehlen die Planer 16 bis 29 hochstämmige Straßenbäume, dazu die Bepflanzung der Beete mit Staudenmischungen.

Landschaftsarchitektin Friederike Marwede wies auf die beengten Platzverhältnisse im Pastorskamp hin. Wolle man nicht die frisch asphaltierte Fahrbahn wieder aufbrechen, müsse man unter dem Gehweg Raum für das Wurzelwerk des Baumes schaffen. Weil es zudem geboten sei, von den Versorgungsleitungen Abstand zu halten und andere Aspekte wie die Standorte von Straßenlaternen zu berücksichtigen, kommt das Büro auf deutlich weniger Standorte.

Ratsfrau Roswitha Roeing-Franke betonte, für die CDU sei wichtig, dass man eine einvernehmliche Lösung mit den Anliegern finde. Deshalb schlage man vor, zunächst einen Workshop mit den Anliegern durchzuführen und danach zu entscheiden. Für diese Vorgehensweise sprachen sich auch die anderen Fraktionen aus.

Die anwesenden Anwohner vom Pastorskamp begrüßten das Vorgehen ebenfalls. „Das gibt uns als Anliegern die Möglichkeit, unsere Vorschläge einzubringen“, betonte Karl Weckendorf.

Die Verwaltung wird nun das Gespräch mit den Anliegern organisieren. Damit Maßnahmen im nächsten Jahr auch umgesetzt werden können, werden entsprechende Gelder im Haushalt 2019 eingeplant.

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