Baugebiet Nottuln-Nord
Im nächsten Jahr geht es endlich los

Nottuln -

Viele Bauherren würden gerne sofort anfangen. Doch erst Mitte nächsten Jahres kann im neuen Baugebiet Nottuln-Nord mit dem Hausbau begonnen werden.

Samstag, 01.12.2018, 09:00 Uhr
So sieht das Baugebiet Nottuln-Nord aus: Links verläuft der Uphovener Weg (von oben nach unten), rechts die Havixbecker Straße. Am unteren Bildrand grenzt die Hagenstraße das Gebiet ein.
So sieht das Baugebiet Nottuln-Nord aus: Links verläuft der Uphovener Weg (von oben nach unten), rechts die Havixbecker Straße. Am unteren Bildrand grenzt die Hagenstraße das Gebiet ein. Foto: Kreis Coesfeld

Die Bauherren warten schon ungeduldig. Aber jetzt kann es was werden: In der vergangenen Woche sind die Aufträge zur Erschließung des Baugebietes Nottuln-Nord vergeben worden. Anfang des Jahres sollen die Arbeiten beginnen und bis zum 30. Juni 2019 abgeschlossen sein. Das hat die Gemeinde in den Verträgen mit dem ausführenden Unternehmen festgeschrieben.

Erschlossen wird ein Gebiet von rund 6,3 Hektar, in dem je nach Art der Bebauung 70 bis 100 Wohneinheiten entstehen werden, erläutert Fachbereichsleiter Jonas Sonntag von der Gemeindeverwaltung. Überwiegend werden Einfamilienhäuser und Doppelhäuser errichtet, in den Randlagen sind auch Mehrfamilienhäuser möglich. Zentral gelegen ist eine Fläche, auf der ein Spielplatz entsteht, ihm gegenüber liegt das Grundstück für die neue Kita, die im Baugebiet errichtet werden soll. Zur Havixbecker Straße und zur Umgehungsstraße im Norden werden Wallhecken auf Wällen zum Lärm- und Sichtschutz und zugleich als Ausgleichsflächen gepflanzt.

Verkehrlich erschlossen wird das Gebiet von der Havixbecker Straße und vom Uphovener Weg aus. Die gesamte Verkehrsfläche beläuft sich auf etwa 6100 Quadratmeter, erklärt Diplom-Ingenieur Daniel Krüger von den Gemeindewerken. Insgesamt sind rund 2,5 Millionen Euro für die Erschließung (Verkehr, Kanalisation, Entwässerung, Regenrückhaltebecken etc.) eingestellt worden. Der Straßenendausbau, der nach Fertigstellung der Häuser erfolgt, kommt noch obendrauf. Gute Nachricht für Internetnutzer: „Die Versorger planen, Glasfaserkabel zu verlegen“, teilt Daniel Krüger mit.

Soweit zu den erfreulichen Fakten. Weniger erfreulich finden die zukünftigen Häuslebauer, dass es nicht schon eher losgegangen ist. Denn Anfang des Jahres hatte die damalige Fachbereichsleitung noch einen Erschließungsbeginn für Mai/Juni in Aussicht gestellt. Nun wird es ein halbes Jahr später werden.

„Wir haben damals alle gehofft, dass wir schon in diesem Jahr starten können, und es tut uns leid, dass das nicht geklappt hat“, bedauert Bürgermeisterin Manuela Mahnke. Tatsächlich bestehe ein so großes Projekt aber aus vielen einzelnen Bausteinen, die aufeinander aufbauen, aber nicht immer hundertprozentig aufeinander passen, sodass es zu Verzögerungen kommen könne. „Und wir wollten auch keinen Fehler machen.“

Das Umlegungsverfahren, so Mahnke, habe länger gedauert als erwartet. Auf dessen Ergebnis mussten die Planer allerdings warten, erklärt Daniel Krüger: „Erst als klar war, wie die Grundstücke geschnitten sind, hatten wir die Grundlage, auf der die Ausführungsplanung gemacht werden konnte.“ In dieser Phase habe es dann zwar keine größeren Verzögerungen gegeben, die Aufgaben seien aber sehr umfänglich gewesen.

Erst danach waren die Ausschreibungen an der Reihe. Möglich gewesen wären diese in den Sommerferien. Da habe man sich allerdings entschlossen, etwas zu warten, weil die Firmen in dieser Zeit Pause machen und die Ergebnisse von Ausschreibungen erfahrungsgemäß schlecht seien, erklären Sonntag und Krüger.

Diese Rechnung scheint aufgegangen zu sein. Denn auf die nach den Ferien erfolgten Ausschreibungen meldeten sich etliche Firmen. Das war gut, weil die Gemeinde einen guten Preis bekommen hat. „Wir werden das Budget einhalten“, sagt Daniel Krüger. Und ein fachlich qualifiziertes Unternehmen habe man auch bekommen. Die Kehrseite der Medaille war allerdings, dass die Prüfung der vielen Angebote einige Zeit in Anspruch genommen habe, so Krüger.

Nun also sind die Aufträge raus. Dass der neue Termin, der 30. Juni 2019, als Abschluss der Erschließungsarbeiten eingehalten werden kann, sei realistisch, sagt der Diplom-Ingenieur. „Das beauftragte Unternehmen Depenbrock ist leistungsstark und bundesweit tätig. Die werden mit mehreren Kolonnen dort arbeiten.“ Natürlich dürfe es keinen Winter mit absolut tiefen Temperaturen geben. Und natürlich seien die Bodenverhältnisse, wie auch sonst in Nottuln, nicht ganz einfach. „Aber das weiß das Unternehmen.“

Wenn die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sind, können die Bauherrn anfangen. „Wir werden dann einen Starttermin für alle bekannt geben“, sagt Jonas Sonntag. Dass vorher schon einzelne Grundstücke bebaut werden, was der ein oder andere Bauherr gehofft hat, schließt die Gemeinde aus. „Wir müssen sicherstellen, dass das Unternehmen für die Erschließung überall herankommt. Wenn die Firma behindert wird, hilft das keinem“, sagt Daniel Krüger. Der Gemeinde sei wichtig, dass man ein Ergebnis bekomme, das gut ist, betont auch Bürgermeisterin Mahnke. „Damit ist dann allen gedient.“

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