Personalentscheidung
Kaplan Klein geht nach Ostbevern

Nottuln -

Er selbst hätte sich ein weiteres Jahr in Nottuln noch gut vorstellen können. Doch nun ist die Entscheidung gefallen: Kaplan Marco Klein wird neuer leitender Pfarrer in Ostbevern.

Donnerstag, 10.01.2019, 19:56 Uhr aktualisiert: 10.01.2019, 20:00 Uhr
Kaplan Marco Klein verlässt Nottuln und wird neuer leitender Pfarrer in St. Ambrosius Ostbevern.
Kaplan Marco Klein verlässt Nottuln und wird neuer leitender Pfarrer in St. Ambrosius Ostbevern. Foto: Bistum Münster

Schneller als von manchem erwartet, steht das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde St. Martin vor einer personellen Veränderung: Kaplan Marco Klein wird im Mai leitender Pfarrer der Pfarrei St. Ambrosius in Ostbevern. Nach einem positiv verlaufenen Gespräch am Mittwochabend haben sowohl der 40-Jährige selbst als auch die Gremien der Pfarrei in Ostbevern sich für eine künftige Zusammenarbeit ausgesprochen, teilte das Bistum Münster am gestrigen Donnerstag mit.

„Ich selbst hätte es nicht schlimm gefunden, wenn ich noch ein Jahr in Nottuln geblieben wäre“, sagt der 40-jährige Seelsorger im WN-Gespräch. Die Arbeit in Nottuln habe ihm sehr gut gefallen. Er könne aber auch verstehen, das Bistum und die Kirchengemeinde in Ostbevern einen baldigen Wechsel wünschen, da der dort als zweiter Seelsorger eingesetzte Geistliche gesundheitsbedingt nur eingeschränkt wirken könne. Und als Kaplan müsse man immer damit rechnen, nur kurzzeitig in einer Gemeinde tätig zu sein. „Insofern freue ich mich auf die neue Herausforderung und die Möglichkeit, für eine längere Zeit in einer Kirchengemeinde zu arbeiten“, sagt Marco Klein . Und: „Nach dem, was ich bislang weiß, ist St. Ambrosius Ostbevern eine Pfarrei, die bewährte Traditionen beibehält und gleichzeitig Neues wagt und ausprobiert. Das finde ich spannend und eine gute Grundlage für ein gemeinsames Glaubensleben als Gemeinde.“

Marco Klein kam im August 2017 als Kaplan in die Kirchengemeinde St. Martin Nottuln. Er kümmerte sich neben den üblichen seelsorgerischen Aufgaben auch um die Messdiener in Nottuln und Darup, um die Landjugendgruppen Nottuln und Darup, um die Pfadfindern in Nottuln, um den Kirchenchor Darup sowie nicht zuletzt um die Firmvorbereitung. „Den Start der neuen Firmvorbereitung werde ich noch begleiten dürfen“, freut er sich, um dann aber auch zu bedauern, dass er die Firmung der Jugendlichen selbst nicht mehr erleben werden könne, da er dann schon als Pfarrer in Ostbevern tätig sei.

Vor seiner Arbeit in Nottuln war Klein in einer städtisch geprägten Kirchengemeinde in Bocholt tätig gewesen. Der Wechsel in eine eher ländlich geprägte Gemeinde sei eine Umstellung gewesen, räumt er ein. Aber eine positive. Das Dorfleben habe hier noch einen größeren Stellenwert. Vor allem in Darup sei dies zu spüren.

Begeistert ist Marco Klein von den jungen Menschen in der Kirchengemeinde. „Es ist berührend für mich zu sehen, wie engagiert die Jugendlichen hier sind“, freut er sich über diese Erfahrung. Als ein positives Beispiel von vielen verwies er auf die Stutenkerl-Aktion der Daruper Landjugend.

Die Amtseinführung von Marco Klein in Ostbevern soll am 18. Mai (Samstag) um 17 Uhr in der Kirche St. Ambrosius gefeiert werden. Ein Termin für die Verabschiedung in Nottuln steht noch nicht fest.

Ebenfalls ist unklar, ob die Kaplanstelle in Nottuln überhaupt wieder neu besetzt werden wird. Das Seelsorgeteam mus sich auf eine neue Aufgabenverteilung einstellen. Und wie in anderen Kirchengemeinden wird auch in St. Martin Nottuln das Ehrenamt der Laien immer wichtiger.

Dass die Pfarrgemeinde dies erkannt hat, lässt sich unter anderem an den Veränderungen beim Trauer- und Begräbnisdienst erkennen. Künftig werden erfahrene Gemeindemitglieder nach einer Schulung in den Trauer- und Begräbnisdienst eingebunden und das Seelsorgeteam entlasten.

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