Alexianer Martinistift
„Gesegnet sei das neue Haus“

Appelhülsen -

Das erste Etappenziel ist erreicht. Im Alexianer Martinistift gab es jetzt ein Richtfest.

Freitag, 01.02.2019, 22:00 Uhr
Das Richtfest am neuen Wohngebäude markiert ein erstes Etappenziel (Foto oben v.l.): Sebastian Spengler (Architektenbüro Klein und Riesenbeck), Arnd Kratzenberg (Alexianer Martinistift), Udo Haverbeck (Erzieher), Markus Roßmöller (Zimmerei Roßmöller & Steinhoff), Robert Behn (Erzieher), Andreas Schmitz und Heinrich Bolle (beide Alexianer Martinistift).
Das Richtfest am neuen Wohngebäude markiert ein erstes Etappenziel (Foto oben v.l.): Sebastian Spengler (Architektenbüro Klein und Riesenbeck), Arnd Kratzenberg (Alexianer Martinistift), Udo Haverbeck (Erzieher), Markus Roßmöller (Zimmerei Roßmöller & Steinhoff), Robert Behn (Erzieher), Andreas Schmitz und Heinrich Bolle (beide Alexianer Martinistift). Foto: Ulla Wolanewitz

Scherben bringen bekanntlich Glück. So zeigte sich auch Zimmermeister Markus Roßmöller am Freitag beim Richtfest am neuen Wohngruppengebäude im Alexianer Martinistift recht zufrieden. „Zersprungen. Das ist ein gutes Zeichen“, kommentierte der Fachmann, der nach dem letzten Schluck das Glas aus schwindelerregender Höhe schwungvoll zu Boden beförderte.

Zuvor hatte er sich mit den beiden Gruppenleitern Udo Haverkamp und Robert Behn über die verschneite Bautreppe in Richtung Dachstuhl begeben, während der Kranführer den bunten Richtkranz auf die gleiche Höhe hob. Mit „Gunst und Verlaub“ deklarierte der Meister der Zunft den traditionellen Spruch zum Richtfest: „Gesegnet sei das neue Haus und die da gehen ein und aus. Den Bauherren seine Lieben möge nie ein Leid betrüben“. Nach jeder Strophe gab‘s dann einen Klaren, den ihm die Gruppenleiter einschenken durften: „Kamerad schenk‘ ein den edlen Wein, und lasst uns immer fröhlich sein“. Der hochprozentige Klare wurde allerdings der Tageszeit und den Wetterverhältnissen entsprechend mit bestem „Chateau minérale“ versetzt.

Mit 28 Zentimetern Länge und einem Durchmesser von acht Millimetern stemmte sich das riesige Exemplar von Nagel dem Hammer der beiden Gruppenleiter doch recht widerwillig entgegen. So waren reichlich Schläge erforderlich, bis er endlich im Holz verschwand. Logisch musste da zwischendurch mit etwas Zielwasser nachgeholfen werden.

Im Herbst, so ist es geplant, soll das erste Tandem, bestehend aus Gruppe fünf (offen) und zwölf (freiheitsentziehend) hier einziehen können. Dahinter steckt ein neues, zeitgemäßes Konzept: „Wir arbeiten schon länger mit Partnergruppen“, so der pädagogische Leiter des Alexianer Martinistiftes, Heinrich Bolle. Und das spiegelt sich dann auch künftig in der Wohnform wider.

Markus Roßmöller hätte gerne auch den zweiten Dachstuhl schon auf dem zweiten Neubau gesehen, aber „die Wetterverhältnisse haben das nicht zugelassen. Er steht aber schon fertig in der Werkstatt“, versicherte er den vielen Gästen.

Insgesamt investiert das Alexianer Martinistift rund 17 Millionen in verschiedene Neubauten. Für die Energieversorgung ist ein Blockheizkraftwerk vorgesehen.

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