Plattdeutsche Laienspielschar
Bildungsfahrt nach Bremerhaven

Nottuln -

Das wird lustig: Die Plattdeutsche Laienspielschar probt aktuell die Komödie „Akt met Lilie“. Es geht um einen Heiratsschwindler (Laurenz Rumphorst), der sich von einer Eisenbahnerwitwe (Susanne Pietruska) verwöhnen lässt. Eines Tages jedoch gerät diese Welt ins Wanken.

Samstag, 23.02.2019, 13:00 Uhr
Hatten viel Spaß bei der Probe bis in den Abend hinein (v.l.): Susanne Pietruska, Sonja Humberg, Laurenz Rumphorst, Bernd Nieland, Stephanie Alberternst und David Gerding (unten).
Hatten viel Spaß bei der Probe bis in den Abend hinein (v.l.): Susanne Pietruska, Sonja Humberg, Laurenz Rumphorst, Bernd Nieland, Stephanie Alberternst und David Gerding (unten). Foto: Susan Linke

Hoher Besuch hat sich bei der Plattdeutschen Laienspielschar Nottuln zur Aufführungen von „Akt met Lilie“ angekündigt: Die Niederdeutsche Bühne Waterkant aus dem Stadttheater Bremerhaven wird extra anreisen, um sich das Stück noch einmal ganz anders anzuschauen.

Die Nottulner hatten zuvor eine Bildungsfahrt nach Bremerhaven ins Stadttheater gemacht und dort ihr Stück aufgeführt. „Ein Stück ist immer anders, es kommt darauf an, wie wir es spielen. Es kann traurig oder auch komödiantisch sein“, betont Regisseur Mark Wortmann, der erstmals die Regie übernimmt.

Seit Martini proben die Schauspieler voll motiviert für die Komödie in vier Akten, die von Peter Wekwerth geschrieben und von Gerd Meier ins Niederdeutsche übersetzt worden ist. Theresa Blümke formte es anschließend in Münsterländer Platt um.

Das Stück „Akt met Lilie“ behandelt das Leben des Charmebolzens Max Büssing , gespielt von Laurenz Rumphorst. Der alte Heiratsschwindler hat sich bei der Eisenbahnerwitwe Hildegard Vogel ( Susanne Pietruska ) zur Ruhe gesetzt, lässt sich die Suppe kochen und erwartet, soweit erst einmal, nichts mehr vom Leben.

Eines Tages jedoch gerät seine Welt ins Wanken. Fräulein Lissy (Stephanie Albert­ernst) erscheint, die sich als seine Tochter ausgibt. Zudem erbt er ein Akt-Gemälde von einer Dame, die er einst hat sitzen lassen. Der Neffe der verstorbenen Geprellten Ludwig Kaiser (Bernd Nieland) und seine Frau Rosemarie (Sonja Humberg) setzen alles daran, in den Besitz des Gemäldes zu kommen.

Der schüchterne Untermieter Clemens (David Gerding) avanciert dann über Nacht noch zum neuen Frauenheld. Max erwacht aus seiner Lethargie und wittert hinter jedem einen Gauner. Er will die Zusammenhänge erkennen, dem intriganten Spiel die Stirn bieten und den Spieß umdrehen. Und so zäumt Max mit napoleonischer Raffinesse das Pferd von hinten auf, vergisst aber zu prüfen, ob das Pferd auch ein trojanisches ist.

Ohne das ganze Team würde das Stück aber nicht gelingen, da ist sich die Plattdeutsche Laienspielschar einig. Neben den Schauspielern und dem Regisseur wirken Christine Holland als Souffleuse, Monika Hinsenhofen und Conny Beckord in der Maske und die Bühnenbildner Walter Wortmann und Heinz Schlichtmann mit.

In diesem Jahr gibt es nur fünf Aufführungstermine, und die Nachmittagsvorstellungen sind auf 150 Plätze begrenzt. Die Premiere beginnt am 24. März (Sonntag) um 16.30 Uhr. Die Abendvorstellungen finden am 30. März (Samstag) und am 6. April (Samstag) jeweils um 19.30 Uhr statt. Die Nachmittagsvorstellungen mit Kaffee und Kuchen werden am 31. März (Sonntag) und am 7. April (Sonntag) um 14.30 Uhr gegeben. Alle Aufführungen finden im Gasthaus Denter an der Burgstraße 7 statt. Die Theaterkasse öffnet 30 Minuten vor Aufführungsbeginn.

Der Vorverkauf startet am kommenden Montag (25. Februar) bei Polstermöbel Ahlers. Der Eintritt beträgt für die Premiere und die Abendvorstellungen 6,50 Euro, für Kinder bis zwölf Jahre ermäßigt 3 Euro. Die Karten für die Nachmittagsvorstellungen sind für 12 Euro pro Person inklusive Kaffee und Kuchen und für Kinder bis zwölf Jahre für 6 Euro zu erwerben. Die ermäßigten Kinderkarten müssen beim Vorverkauf zu den regulären Preisen gekauft werden, die Differenz wird jedoch bei den Vorführungen erstattet.

 

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