Rupert-Neudeck-Gymnasium
„Einmischung erwünscht“

Nottuln -

Mit seinem Demokratieprojekten macht das Rupert-Neudeck-Gymnasium weiter auf sich aufmerksam und erntet sogar ein Minister-Lob.

Montag, 25.02.2019, 20:18 Uhr
Gruppenbild der Delegation vom Rupert-Neudeck-Gymnasium mit den Tagungsveranstaltern (v.l.): Michael Ridder (Demokratisch Handeln), Cornelia Hilgensloh, Lukas Sydow, Mara Schulte Eistrup, Richard Mannwald, Leander Stallmeyer, Lili Bartsch und Werner Völlering (alle Gymnasium Nottuln) sowie Rüdiger Paus-Burkhard (Akademie Klausenhof) und Veronika Jellen (Heinrich-Böll-Stiftung NRW).
Gruppenbild der Delegation vom Rupert-Neudeck-Gymnasium mit den Tagungsveranstaltern (v.l.): Michael Ridder (Demokratisch Handeln), Cornelia Hilgensloh, Lukas Sydow, Mara Schulte Eistrup, Richard Mannwald, Leander Stallmeyer, Lili Bartsch und Werner Völlering (alle Gymnasium Nottuln) sowie Rüdiger Paus-Burkhard (Akademie Klausenhof) und Veronika Jellen (Heinrich-Böll-Stiftung NRW). Foto: RNG Nottuln

Eine Tagung der besonderen Art durften insgesamt sieben Schüler und Lehrer des Nottulner Rupert-Neudeck-Gymnasiums miterleben und zum Teil auch moderieren: Bei der Lernstatt Demokratie NRW des Förderprogramms Demokratisch Handeln stand beispielhaftes Engagement in und um Schule im Mittelpunkt. Zu Gast war unter anderem NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer . Nottuln war nicht nur mit gleich zwei Projektgruppen vertreten – mit Lili Bartsch und Lukas Sydow moderierten auch zwei Schüler des Rupert-Neudeck-Gymnasiums die zweitägige Veranstaltung mit rund 150 Teilnehmern.

Rupert-Neudeck-Gymnasium bei Lernstatt Demokratie

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  • Übergabe des Puzzlemanifests mit den Forderungen der Teilnehmer an Yvonne Gebauer (Mitte) mit (von links nach rechts): Lukas Sydow, Dr. Jan Hoffmann (Vorstandsvorsitzender Demokratisch Handeln), Yvonne Gebauer (Bildungsministerin NRW), Lili Bartsch, Micheal Ridder (Demokratisch Handeln) und Rüdiger Paus-Burkhard (Akademie Klausenhof).

    Foto: RNG Nottuln
  • Podiumsdiskussion mit (von links nach rechts) Lukas Sydow, Lili Bartsch, Dr. Jan Hoffmann (Vorstandsvorsitzender Demokratisch Handeln), Yvonne Gebauer (Bildungsministerin NRW) und Veronika Jellen (Heinrich-Böll-Stiftung NRW).

    Foto: RNG Nottuln
  • Das Organisationsteam der Veranstaltung.

    Foto: RNG Nottuln
  • Rund 150 Schüler und Lehrer nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil.

    Foto: RNG Nottuln
  • Gruppenbild der Delegation vom Rupert-Neudeck-Gymnasium mit den Tagungsveranstaltern (v.l.): Michael Ridder (Demokratisch Handeln), Cornelia Hilgensloh, Lukas Sydow, Mara Schulte Eistrup, Richard Mannwald, Leander Stallmeyer, Lili Bartsch und Werner Völlering (alle Gymnasium Nottuln) sowie Rüdiger Paus-Burkhard (Akademie Klausenhof) und Veronika Jellen (Heinrich-Böll-Stiftung NRW).

    Foto: RNG Nottuln

„Euer Engagement ist nicht selbstverständlich, genauso, wie Demokratie nicht selbstverständlich ist. Sie muss immer wieder verteidigt und mit Leben gefüllt werden“, unterstrich Ministerin Yvonne Gebauer zu Beginn der Veranstaltung. Im Anschluss diskutierte sie mit Dr. Jan Hoffmann, dem Vorstandsvorsitzenden von Demokratisch Handeln und ehemaligen Staatssekretär in Sachsen-Anhalt, und Veronika Jellen von der Heinrich-Böll-Stiftung NRW aktuelle bildungspolitische Fragen. „Ganz bewusst haben wir hierbei auch strittigere Themen, wie die von Greta Thurnberg initiierten Klimaschutzdemonstrationen, angesprochen“, erzählt Lili Bartsch aus der Jahrgangsstufe elf. Bezirksschülersprecher Lukas Sydow ergänzt: „Dass die Fridays for Future-Bewegung zur Sprache kam, ist auf viel positive Rückmeldung gestoßen.“

Im Laufe der Veranstaltung diskutierten Schüler, Lehrkräfte und Referenten weitere bildungspolitische Herausforderungen, hatten aber auch die Chance, sich gegenseitig und der Schulministerin ihre Projekte vorzustellen. Die Schülervertretung des Rupert-Neudeck-Gymnasiums präsentierte den Schülerhaushalt, die Etablierung einer Jungen SV und Projekte wie das Verfassen einer Satzung, die SV-Fahrt und die Schulpullover. Sie wurde dabei von Mara Schulte Eistrup, Richard Mannwald und Lehrerin Cornelia Hilgensloh vertreten.

Stellvertretend für den Leistungskurs Sozialwissenschaften der Q2 (Abiturjahrgang) stellten Leander Stallmeyer, Lukas Sydow und Lehrer Werner Völlering das Polit-Café als Markenzeichen der Demokratiepädagogik am Rupert-Neudeck-Gymnasium vor. „Gerade im ländlich geprägten Münsterland ist der Wandel der Landwirtschaft ein heiß diskutiertes Thema, das wir als Leistungskurs aufgegriffen haben. Viele Mitschüler hatten bereits ganz persönliche Berührungspunkte, andere lernten in der Vorbereitung inhaltlich viel dazu – und erkannten, dass die Konfliktlinien und Herausforderungen viel komplexer sind, als erwartet“, berichtete Leander Stallmeyer.

„Es ist nicht immer einfach, einen gemeinsamen Weg zu finden. Zu diskutieren, in der Sache zu streiten, neue Wege zu suchen, sich auf ein Ziel zu einigen – das alles kostet Kraft und Zeit. Umso mehr könnt ihr heute stolz auf das sein, was ihr erreicht habt“, bekräftigte Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Für Lili Bartsch und Lukas Sydow war die Moderation einer solchen Tagung eine besondere Erfahrung. „Der mehrstündige Besuch der Schulministerin war natürlich ein Highlight“, so die beiden Nottulner. „Aber gerade auch die Begegnung mit anderen engagierten Schülern und Lehrern und der Freiraum für Diskussionen machen die Veranstaltung zu einer echten Bereicherung!“

Demokratisch handeln

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt vom Einsatz und Engagement all jener, die sie im Alltag und in ihren Projekten und Arbeiten aufblühen lassen. Das Förderprogramm Demokratisch Handeln sucht und unterstützt Projekte, Initiativen und Ideen, in denen Lernen für Demokratie und Politik um Erfahrungsmöglichkeiten erweitert wird und Themen und Aufgaben des Gemeinwesens in den Mittelpunkt eines verstehenden und handelnden Lernens kommen. Als UNESCO-Projektschule unterstützt das Rupert-Neudeck-Gymnasium diesen Ansatz und ist stolz darauf, bereits seit mehreren Jahren durch das Förderprogramm gewürdigt zu werden. In diesem Jahr sind gleich zwei Projektbewerbungen im Rennen um eine deutschlandweite Auszeichnung: das Polit-Café „Landwirtschaft“ und das Engagement der Schülervertretung.

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