Etatberatung im Ausschuss
Politik stoppt aktuelle Umbauplanung

Nottuln -

Die bislang erarbeiteten Pläne für den Umbau der Aschebergschen Kurie werden nicht weiterverfolgt. Das Projekt genießt in der Politik nicht mehr den hohen Stellenwert wie vor einigen Jahren.

Mittwoch, 27.02.2019, 21:00 Uhr
Zurück auf Anfang: Die Gemeindepolitik hat die aktuellen Umbaupläne für die Aschebergsche Kurie angesichts der Kosten von über einer Million Euro und des Investitionsbedarfes in anderen Bereichen gestoppt. Nun soll ein neues Konzept für das Gebäude erarbeitet werden.
Zurück auf Anfang: Die Gemeindepolitik hat die aktuellen Umbaupläne für die Aschebergsche Kurie angesichts der Kosten von über einer Million Euro und des Investitionsbedarfes in anderen Bereichen gestoppt. Nun soll ein neues Konzept für das Gebäude erarbeitet werden. Foto: Susan Linke

Die Gemeindepolitik hat die aktuellen Umbaupläne für die Aschebergsche Kurie gestoppt. Das Vorhaben wird nicht mehr weiterverfolgt, beschloss der Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Dienstagabend ohne Gegenstimme bei Enthaltung der SPD .

Die bislang erarbeitete Planung, die Bestandteil des Ortskernentwicklungskonzeptes 2025 ist, sah den Bau eines Aufzuges, einer öffentlich nutzbaren Toilettenanlage und eines gläsernen Verbindungselementes zum benachbarten Mühlengebäude vor. Rund 36 000 Euro Architektenkosten hat die Gemeinde für die Planung schon ausgegeben. Doch das millionenschwere Umbauprojekt ist der Politik zu teuer geworden vor dem Hintergrund, dass dringend in die Schulen investiert werden müsse.

Der Beschluss für das Projekt habe damals Sinn gemacht, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Hartmut Rulle, doch sei man angesichts der anderen Themen wie Schule zu einer Neubewertung gekommen.

Dass durch einen Projektstopp auch die Fördermittel verloren gehen, wie die Verwaltung informierte, nimmt die Politik in Kauf. Ohne Gegenstimme wurde dem Rat empfohlen, den bisherigen Beschluss zur Aschebergschen Kurie aufzuheben. Im Haushalt verbleibt nun nur noch eine Planungskostenstelle für die Erarbeitung eines neuen Konzeptes.

Mehr Geld gewährte der Ausschuss für die Erarbeitung einer Umbauplanung am Rupert-Neudeck-Gymnasium. Es geht darum, Gebäude und Räume der Schule fit für die Zukunft zu machen. Im zweiten Halbjahr soll sich ein Fachbüro damit beschäftigten. Dafür stockte der Ausschuss die Planungsmittel um 5000 auf 30 000 Euro auf.

Einstimmig begrüßt wurde vom Ausschuss das Gemeinschaftsprojekt eines neuen „Multifunktionsraumes“ auf dem Alten Hof Schoppmann in Darup. Beigeordnete Doris Block, die über die einvernehmlichen Gespräche mit den Projektbeteiligten informierte, erntete einmütige Zustimmung. Geplant ist, in der zurzeit ungenutzten Scheune einen Multifunktionsraum als „Haus im Haus“ einzurichten. Die Kosten betragen rund 380 000 Euro. Für das Projekt erwarten die Gemeinde und die Betreiber von Hof Schoppmann Fördermittel in Höhe von 65 Prozent (beispielsweise aus dem LEADER-Programm). Die Gemeinde würde dann den Eigenanteil von 130 000 Euro finanzieren. Der große Vorteil dieser Lösung sei, dass die Daruper Dorfgemeinschaft somit einen multifunktionalen Raum erhalte. Möglich sei zudem, dass auch der Kindergarten diesen Raum nutzen könne.

Der Ausschuss gab dafür einstimmig grünes Licht. Manfred Gausebeck (SPD) sprach von einer „wunderbaren Zusammenarbeit in Darup“.

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